Die 10 giftigsten Städte der Welt

3. Matanza-Riachuelo in Argentinien

Jede Woche stellt Such Dich Grün die giftigsten Städte der Welt vor. Dieses Mal geht es um das Matanza-Riachuelo Flussbecken in Argentinien, das von den dort ansässigen Industrien hochgradig verschmutzt wird.
Bild von Artikel: 3. Matanza-Riachuelo in Argentinien
Fotograf: Bettina Schönemann · Copyright: Such Dich Grün

Matanza-Riachuelo versorgt 20 000 Einwohner mit Trinkwasser

Der Fluss Matanza-Riachuelo ist mehr als 60 Kilometer lang und verläuft durch insgesamt 14 Gemeinden in Buenos Aires. Für die rund 20.000 Anwohner des Flussbeckens gibt es wenig Alternativen, wenn es um Trinkwasser geht, da die Infrastruktur innerhalb der Gemeinde kaum vorhanden ist. Deswegen sind die Anwohner fast dazu gezwungen, auf Wasser aus dem Matanza-Riachuelo zurückzugreifen. Ein Artikel, der dieses Jahr in der Zeitschrift Salud Colectiva veröffentlicht wurde, berichtet allerdings davon, dass 80% der von dort entnommenden Wasserproben nicht als Trinkwasser geeignet und sogar hochgradig verschmutzt sind. Das Trinken dieses Wassers kann zu gesundheitlichen Problemen wie Diarrhö, Problemen der Atemwege und sogar Krebs führen. 

Chemische Hersteller verschmutzen den Fluss

Der Grund für diese hohe Verschmutzung des Flussbeckens sind die Firmen und Hersteller, die entlang der Flusses ihre Produktionsstätten haben. Es wird geschätzt, dass fast 15.000 Industrien aktiv Abwasser in den Fluss leiten. Damit sind die dort ansässigen Hersteller für ein Drittel der Verschmutzung verantwortlich. Eine Studie, die 2008 im Lateinamerikanischen Journal für Sedimentologie und Flussbeckenanalyse publiziert wurde besagt, dass 60% der Anwohner des Flussbeckens in einem Gebiet leben, das für nicht geeignet für menschlichen Wohnraum befunden wurde. Weiterhin wurden in der Erde am Flussufer hohe Konzentrationen von Zink, Blei, Kupfer, Nickel und Chrom gefunden, die allesamt weit über der empfohlenen Konzentration liegen.

Hoffnung ist jedoch in Sicht. Die Weltbank hat eine Milliarde Dollar für Projekte gespendet, die sich der Optimierung der sanitären Situation vor Ort und dem Stoppen der weiteren Verschmutzung widmen. 

 

02.12.2013 · 18:47 · Autor: Sandra Redlich · Kategorie: Keine Kategorie
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