Share Economy – Wenn Teilen cooler ist als Besitzen

Von einfachkind bis zur Pumpipumpe

Konsum hat einen neuen Namen: „Share Economy“. Noch nie war der der bewusste Umgang mit Konsumgütern so angesagt wie heute. Eine wahre Share Community ist entstanden. Und wir sind mittendrin und machen alle mit.
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Copyright: Pumpipumpe.ch

Teilen macht Sinn und Spaß

Bis vor ein paar Jahren gehörte für die meisten von uns Fleisch zum festen Bestandteil unserer Ernährung. Vegetarismus und Veganismus wurden zu dieser Zeit eher belächelt und als kurzzeitigen Trend abgetan. Weit gefehlt.  Heutzutage gehören eine fleisch-und tierlose Ernährung zur festen Esskultur in Deutschland. Einen ähnlichen Werdegang steht auch der Share Economy bevor. In Zeiten, wo die Menschen die privatesten Dinge miteinander teilen, sei es das Hochzeitsvideo auf YouTube oder Facebook zu verbreiten oder auch Bilder des Neugeborenen zu „sharen“: Teilen genießt in mittlerweile jedem Lebensbereich höchste Priorität. Warum dann nicht auch den Staubsauger, die Bohrmaschine oder den Rasenmäher teilen? 

Auf eine gute Nachbarschaft mit Pumpipumpe

Dass jetzt viele nur noch teilen und leihen statt besitzen wollen, haben viele Start-Ups erkannt und innovative Geschäftsideen entwickelt. So bietet der Schweizer  Verein Pumpipumpe für einen bewussten Umgang mit Konsumgütern lustige kleine Sticker für den Briefkasten an. Ziel ist es, die Sticker mit den entsprechenden Gegenständen an seinen Briefkasten zu kleben und so die Nachbarn darauf aufmerksam zu machen, welche Dinge sie sich ausleihen können. Das stärkt die sozialen Bindungen und spart bares Geld. Denn wie viele Küchenutensilien, Haushaltsgeräte und Werkzeuge hat man Zuhause und braucht sie nur selten? Da kann man sie auch getrost an den netten Nachbarn von nebenan verleihen und pflegt gleichzeitig seine sozialen Kontakte. 

einfachkind: Onlinemarktplatz für Kinderspielzeug

Mehr als eine halbe Million Euro gaben deutsche Eltern 2012 für ihr Kinder an Spielzeug aus. Gleichzeitig steigt der prozentuale Anteil an gut erhaltenem Spielzeug, was einfach weggeworfen wird. Abhilfe nach dem beliebten Share Economy Prinzip schafft da einfachkind aus Berlin, ein Online-Marktplatz, in dem Eltern Spielzeug, Kleidung oder Bücher ihrer Kinder tauschen können. So landen benutzte aber guterhaltene Kinderkleidung  oder Spielsachen nicht auf dem Müll. Besonders toll an einfachkind ist, dass Eltern nicht jedes einzelne Teil abfotografieren, bestellen und einstellen müssen. Das übernimmt einfachkind für sie. Nach erfolgreicher Qualitätsprüfung bekommen alle Sachen eine gewisse Anzahl an Credits zugeordnet, die dann gegen andere Sachen getauscht werden können. Das freut Eltern und Kinder gleichermaßen.

Share Economy – Teilen ist das neue Kaufen und dringt in jeden Lebensbereich vor

Social Parking in Zeiten von akutem Parkplatzmangel

Es gibt wirklich nichts, was heute nicht mehr geteilt wird. Selbst beim Auto, des Deutschen liebstes Kind, macht der Share Economy - Boom keinen Halt. Social Parking lautet da seit neuestem die Devise. Vorreiter auf diesem Gebiet ist da das Startup ParkTAG. Mittels App werden Autofahrern freie Parkplätze in der Umgebung angezeigt. Einfach via Facebook registrieren und ein Nutzerprofil ist eingerichtet.  So können Parkplätze ganz einfach mit anderen Parkplatzsuchenden geteilt werden und die nerven-und zeitraubende Parkplatzsuche hat endlich ein Ende.

Fazit

Ist weniger wirklich mehr? Im Fall der Share Economy-Bewegung ohne Zweifel. Doch auch hier kann der Schein trügen. So zählt nicht alles, was auf den ersten Blick nach „Teilen statt kaufen“ aussieht auch wirklich dazu. Daher: Augen auf beim „sharen“ und dann klappt’s auch mit dem Nachbarn!

 

05.11.2014 · 15:01 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Wohnen
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