Mit Yoga Körper und Seele in Balance bringen

Warum Yoga uns glücklich macht

Die Anforderungen im Job scheinen uns heute mehr denn je an die Grenzen unserer psychischen und körperlichen Belastbarkeit zu bringen. Körperliche Fitness und seelische Ausgeglichenheit scheinen damit nicht einher zu gehen. Mal davon abgesehen, dass wir, ganz nach dem Slow Living-Ansatz, uns prinzipiell mehr Zeit für uns nehmen müssen, um dem permanenten Druck des Alltags überhaupt standhalten zu können, gibt es Sportarten wie Yoga, die uns bei unserer Auszeit tatkräftig unterstützen können.
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Volkssport Yoga?

Laut der gemeinsamen repräsentativen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) „Yoga in Zahlen“ von September 2014 praktizieren insgesamt 3,3 % der Deutschen Yoga, wobei der Anteil an Frauen wesentlich höher ist als der Anteil der Männer. Insgesamt praktizieren knapp 2,6 Millionen Menschen in Deutschland Yoga. Vor allem Singles mittleren Alters (25-49 Jahre) sowie Paare ohne Kinder mittleren Alters betreiben Yoga. Vorwiegend in Großstädten wie Berlin boomt das Geschäft mit der spirituellen Sportart. Die Gründe dafür sind vielfältig. Laut der Studie sei für 75 % der Befragten ein Hauptgrund die Verbesserung des körperlichen Befindens, gefolgt von einer Verbesserung des geistigen Wohlergehens (64%). Die Studie bestätigt, dass Sportarten wie Yoga, Pilates und Meditation längst keine Trendsportarten mehr sind sondern dauerhaft Einzug in unser Slow Living gehalten haben. Verwunderlich ist das nicht, haben wir mit Yoga doch eine tolle Möglichkeit gefunden, Ruhe und Entspannung zu genießen und zu uns selbst zu finden. Doch Yoga entspannt uns nicht nur, sondern hilft uns auch dabei, Stress abzubauen und unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Körperliche Beschwerden wie Migräne, Schlafstörungen und Rückenschmerzen können mit Yoga genauso verbessert werden wie psychische Belastungen wie Depressionen oder Ängste. 

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Ursprünge des Yoga

Die Ursprünge des Yoga reichen weit in die Jahrhunderte vor Christus zurück. Dabei unterscheidet man zwischen den drei Traditionslinien religiöses Yoga, klassisch-philosophisches Yoga und dem Hatha Yoga. Während beim religiösen Yoga, welches seinen Ursprung im 6. Jahrhundert vor Christus findet, das Ziel in der spirituelle Transformation in Form der Auflösung der weltlichen Gebundenheit und die Öffnung für Gott liegt, spielt beim klassisch-philosophischen Yoga die Meditation eine zentrale Rolle. Die dritte Traditionslinie bildet das Hatha Yoga, welches mit den verschiedenen Körperstellungen auf die Verbesserung des menschlichen Körpers abzielt, um auf den Geist und das Bewusstsein einwirken zu können. Für alle Yogaarten gilt: Yoga soll uns Kraft und Lebensfreude schenken, damit wir unseren Alltag stressfreier und entspannter meistern können. 

Hatha Yoga

Es gibt gefühlt unendlich viele Yogaarten-und Unterarten. Zu den bekanntesten Yogaarten zählen hierzulande Hatha Yoga, Bikram Yoga, Ashtanga Yoga und Jivamukti Yoga. Zu den verbreitetsten Yogaarten zählt ganz klar das Hatha Yoga, welches vor allem Flexibilität und Geduld lehrt. Dabei bedeutet Hatha so viel wie „Kraft, Hartnäckigkeit, Gewalt und Unterdrückung“, und eignet sich in erster Linie um Steifheit, Stress oder Gemütsschwere zu beheben. Der Name Hatha leitet sich von „ha“= Sonne und „tha“= Mond ab und beschreibt die Beziehung zwischen Sonne und Mond. Dabei ist vor allem des Rückens, deutlich gestärkt wird. Zudem erhöht sich aufgrund des Yogas die Flexibilität von Bändern, Sehnen und Muskeln. Außerdem bemerkt man bei regelmäßigem Yoga die Wirkung des Stressabbaus.

Bikram Yoga

Das Bikram Yoga unterscheidet sich im Wesentlichen durch die Raumtemperatur von anderen Yogaformen. Beim Bikram Yoga werden 26 Übungen, die sogenannten Asanas, in einem Raum mit einer Temperatur von 40° Celsius und 60 % Luftfeuchtigkeit ausgeführt. Das von Bikram Choudhury entwickelte „Hot Yoga“ fördert das Schwitzen, wodurch gleichzeitig Giftstoffe aus dem Körper gespült werden. Die dehnenden Körperübungen beim Bikram Yoga sorgen für eine effektive Erneuerung des Körpers und bilden aufgrund der sehr geringen Verletzungsgefahr eine gute Basis für andere Sportarten. Denn Bikram Yoga baut Körperkraft auf und verbessert bei regelmäßiger Ausübung die Leistungsfähigkeit. Durch die Kombination aus stärkenden, flexiblen und balancefördernden Asanas stellt Bikram Yoga ein Ganzkörper-Workout dar. Daher eignet es sich auch gut zum Abnehmen. So können schon mal gut und gerne 600 Kilokalorien pro Yogasession verbrannt werden.

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Ashtanga Yoga

Das Ashtanga Yoga umfasst spirituelle Übungen, die dem Yogi eine reale Erfahrung von Göttlichkeit nahe bringen soll. Der Geist wird beim Ashtanga Yoga durch das Zusammenspiel von bestimmten Körperhaltungen, verschiedenen Atemübungen und durch die Konzentration auf verschiedene Brennpunkte des Körpers trainiert. Die ursprüngliche Ashtanga-Praxis schreibt vor, an 6 von 7 Wochentagen zu üben, außer am Samstag und zu Voll-und Neumond. Das letztendliche Ziel von Ashtanga Yoga besteht in der Beherrschung der Sinnesorgane sowie der Herstellung einer Balance zwischen den gegensätzlichen Kräften Zuneigung und Abneigung. Die Übungen beim Ashtanga Yoga verteilen sich auf insgesamt 6 Reihen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Grundsätzlich wird mit dem Sonnengruß begonnen,  worauf eine Reihe stehender Haltungen sowie das Zurückbiegen des Körpers und die Abschlusshaltungen folgen. Nach der Tradition bringen die ersten zwei der 6 Übungsreihen den Yogis den größten Nutzen in Form einer Reinigung der inneren Organe, Muskeln und Gelenke sowie einer Reinigung des Nervensystems. Je länger man Ashtanga Yoga praktiziert, desto mehr Kontrolle erlangt man über die eigene emotionale Balance.

Jivamukti Yoga

Das Jivamukti Yoga ist eine Yogaform, die sämtliche physischen, philosophischen und spirituellen Aspekte des Yoga vereint und aus Körperübungen, Atemübungen, Meditation und Entspannung besteht. Es basiert auf fünf Grundprinzipien: den Schriften, also das Studium traditioneller Sanskrit-Texte, auf Bhakti, der Hingabe um im Leben einen tieferen Sinn zu erkennen, der Ahimsa, die Gewaltlosigkeit als essentieller Teil der Yogapraxis sowie der Musik und der Meditation. Zusätzlich spielen eine gesunde Ernährung und positives Denken eine große Rolle beim Jivamukti Yoga. Der Begriff Jivamukti setzt sich aus den Sanskrit-Begriffen „Jiva“, die individuelle Seele und „Mukta“, die Befreiung zusammen. Jivamukti Yoga ist eine dynamische Forma des Hatha Yoga bei dem neben Körperübungen auch Mantras, Musizieren, Rezitieren von Texten und Meditieren zählen. Es handelt sich um eine Yogaform, die physisch und intellektuell herausfordernd ist und zu einem spirituellen Bewusstsein führt. Die Koordination zwischen Atem und Bewegung führt bei regelmäßigem Üben zu mehr Ausgeglichenheit, Belastbarkeit und Gesundheit. 

Yoga ist zweifelsohne eine Sportart, die bei regelmäßiger Praxis zu mehr Ausgeglichenheit, innerer Ruhe und Glück führen kann. Körper, Seele, Geist und Atem werden in Einklang gebracht und man fühlt sich fit und entspannt. Yoga ist besonders gut geeignet für Menschen, die unter viel Stress leiden und sich in ihrer Freizeit nur schlecht entspannen können. Yoga kann viel dazu beitragen, entspannter und ausgeglichener im Alltag zu agieren. 

Eine Vielzahl an Yogastudios findet ihr auf Such Dich Grün. Zu vielen Yogaarten findet ihr hier garantiert euer perfektes Studio! Sollte euer Lieblingsstudio nicht dabei sein, könnt ihr es ganz einfach selbst auf Such Dich Grün anlegen. 

10.03.2015 · 14:53 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Lifestyle/ Lebensart
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