Die Wellness-Trends 2015: Digital Detox und Social Wellness

Exotische Massagen und Wellnessbehandlungen

In Zeiten, in denen Slow Living eine immer wichtigere Rolle im Arbeits-und Privatleben einnimmt, ist auch das Thema Wellness in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Allerdings: Klassische Massagen wie etwa eine Rückenmassage oder die beliebte Hot-Stone-Massage sind nicht mehr trendy genug. Der Wellness-Trend 2015 geht hin zu Digital Detox und exotischen Massagen.
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Fotograf: Stefanie Sonderegger · Copyright: Such Dich Grün

Wellness soweit das Auge reicht

Wellness wie wir es heute kennen, gibt es noch gar nicht all zu lange. Erst um 1990 schwappte die Wellness-Welle aus den USA nach Deutschland herüber. Mitte der 1990er Jahre wurden die ersten Wellness-Hotels in Deutschland errichtet. Seitdem steigt die Nachfrage nach Wellness-Angeboten, Beauty-Anwendungen und Massagen stetig. Während jahrelang klassische Massagen wie Rückenmassage, Nackenmassage bis hin zur Ganzkörpermassage populär waren, geht heute der Trend eher zu etwas experimentierfreudigeren Massageformen. Auch die Ayurveda- und Thai-Massage gehören mittlerweile schon wieder zum Standard-Repertoire eines jeden Massagestudios oder Wellnesshotels. Da wird es Zeit für Abwechslung. Wie wäre es mal mit Wambo Mambo, Lulur oder einer entspannenden Relax with no Apps-Massage?

Massage-Trends: Wambo Mambo, Lulur und Relax with no Apps

Wer es etwas exotischer mag und mal was Neues ausprobieren möchte in Sachen Massage, sollt es mal mit Wambo Mambo versuchen. Was zunächst klingt wie eine verrückte Form des Mambo-Tanzes ist in Wahrheit eine äußerst kräftige Form der Massage, bei der verschiedene Naturmaterialien wie Bambus verwendet werden. Sie stammt von den australischen Aborigines und wird ohne Verwendung von Massageöl durchgeführt. So werden bei der Wambo Mambo Massage die Muskeln mit einer Holzrolle aus Bambus im Muskelfaserverlauf sowie quer massiert. Den krönenden Abschluss dieser Massage bildet die Behandlung mit einem Federhandschuh, bei dem der gesamte Körper ausgestrichen wird. Wambo Mambo lockert die Muskulatur, ist durchblutungsfördernd und fördert eine intensive eigene Körperwahrnehmung. Nichts für „Zartbesaitete“ aber dafür mit hohem Entspannungsfaktor!

Wer es etwas sanfter mag, sollte die Lulur-Massage probieren. Ursprünglich stammt diese Massageform von den Trauminseln Java und Bali, wo sie traditionell als vorbereitende Zeremonie für bevorstehende Hochzeiten durchgeführt wurde. Lulur heißt so viel wie „den Körper einhüllen“ und das geschieht im wahrsten Sinne des Wortes. So beginnt die Lulur-Massage mit einer entspannenden Aromamassage mit erfrischendem Ingwer-, Zitronen-oder auch Sandelholzöl. Jetzt ist der Körper perfekt vorbereitet für das anschließende Körperpeeling und eine Maske aus Reis, Kräutern, Blüten und exotischen Gewürzen. Diese wird ganz einfach nach dem Trocknen von der Haut abgerieben. Den Abschluss bilden eine erfrischende Joghurt-Maske und ein traumhaftes Blütenbad. Danach fühlt man sich nicht nur wie neugeboren sondern besitzt auch eine samtig-weiche Haut.

Die Relax with no Apps-Massage, eine Erfindung der deutschen Rocco Forte Hotels, richtet sich speziell an die Bedürfnisse von Smartphone-und Tablet-Dauernutzer, die unter SMS-Daumen, iPhone-Schulter, überanstrengten Handgelenken und anderen Beschwerden leiden. Die Massage wird mit einem Aromaöl nach Wahl durchgeführt und konzentriert sich auf Nacken, Schultern und Oberarme sowie die Hände, welche von der ständigen Smartphone-Nutzung besonders betroffenen sind. So wird der Nacken beim ständigen Runterschauen aufs Smartphone stark beansprucht, genauso die Hände, im besonderen Maße Daumen und Zeigefinger, die bei Whatsappen und smsen unter Extrembelastung stehen. Die Relax with no Apps Massage wird im The Charles Hotel* München, der Villa Kennedy* in Frankfurt und im Hotel de Rome* in Berlin angeboten.

Wellness-Trends 2015

„Wellness-Trends 2015“, eine Umfrage unter 2600 Wellness-affinen Menschen und über 100 Wellnesshoteliers, welche die Hotelkooperation Wellness-Hotels & Resorts gemeinsam mit dem Wellnessreise-Veranstalter beauty24 erstellt hat,  gewährt einen Einblick in die aktuellen Trends und Bedürfnisse im Wellnessbereich. Laut der Umfrage nutzen 89 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Jahrein Wellnessangebot und knapp 50 Prozent sogar mehrmals im Jahr. Im Fokus stehen dabei „Eine Auszeit nehmen“ und sich „etwas Besonderes“ gönnen. 

Digital Detox gegen Informations-Overload

Besonders gut soll das mit Digital Detox funktionieren. Unter Digital Detox ist eine „Offline-Auszeit“ zu verstehen, die sämtliche Kommunikationsgeräte wie Smartphone, Tablet und Co. während des Wellness-Urlaubs verbietet. Digital Detox ist somit als Gegenmaßnahme für eine Lebensweise anzusehen, die ständige Erreichbarkeit fordert und die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen lässt. 

In Deutschland gibt es bereits ein Digital Detox Camp, in dem digitale Vielnutzer, die bereits an Informations-Overload leiden und dadurch extrem gestresst sind, wieder lernen können, eine Zeit lang ohne Emails, Smartphone und Co. auszukommen. Es ist eine Möglichkeit, den eigenen Stresspegel runterzufahren und wieder mehr mit seiner „realen“ Umwelt zu kommunizieren. Nähere Informationen zu Digital Detox findet ihr unter http://thedigitaldetox.de/

Hot-Stone und Ayurveda waren gestern: Digital Detox und Social Wellness heißen die Wellness-Trends 2015

Social Wellness

Ein weiterer Trend ist laut der Umfrage „Wellness-Trends 2015“ das sogenannte Social Wellness, wonach die Gäste in Wellnesshotels zunehmend soziale Kontakte suchen. So gaben in der Umfrage fast 70 Prozent der Befragten an, dass Gesellschaft ein elementarer Bestandteil des Wellnessurlaubs ist. Sei es der Partner, Freunde oder Familie: Einsam im Wellnessurlaub war gestern. Den meisten geht es dabei darum, endlich einmal viel ungestörte Zeit mit dem Partner, Freunden oder der Familie zu verbringen. Laut „Wellness-Trends 2015“ möchte jeder Zehnte dabei gerne neue Menschen kennen lernen. Gemeinsame Aktivitäten wie Fitnesskurse sowie Lounges im Spa, in denen Gespräche ausdrücklich erwünscht sind, sind dafür wie geschaffen. 

Fazit

Wellness-Urlaube, Wellness-Behandlungen und Massagen sind beliebter als jemals zuvor. Und je exotischer die Massagen sind, umso besser. Am liebsten „wellnesst“ es sich dabei mit Partner, Freunden oder der Familie. Doch egal, wie Wellness im Einzelnen praktiziert wird: Hauptsache, der Entspannungsfaktor ist hoch!

20.04.2015 · 15:07 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Wellness und Ich
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