Zero Waste: Besser und nachhaltig leben ohne Müll

5 Tipps für ein müllfreies, nachhaltiges Leben

Mit den richtigen Kniffs und Tricks kann man nicht nur dem Müll den Kampf ansagen, die Umwelt schützen und Ressourcen schonen, sondern auch bares Geld sparen. Unsere 5 Tipps für ein müllfreies, nachhaltiges Leben:
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Weniger ist mehr: Bewusster einkaufen

Schon beim Einkaufen können wir jede Menge in puncto Müllvermeidung beachten. Wer durchdacht einkauft und auf einige Dinge achtet, kann schon im Vorfeld unnötigen Abfall vermeiden.

Ca. 82 kg Lebensmittel jährlich wirft jeder von uns statistisch gesehen in den Müll – Lebensmittel, die oftmals gar nicht weggeworfen werden müssten. Daher gilt: Überlegt einkaufen, sich nicht von eigentlich unnötigen Sonderangeboten und XXL-Packungen locken lassen und Lebensmittel entsprechend lagern. Das spart schon enorm viel Müll. Für die richtige Lagerung empfehlen sich Schraubgläser und anderweitige wiederverwendbare Dosen und Behältnisse.

Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nur ein Richtdatum. Daher lieber selbst von der Qualität der Lebensmittel überzeugen. Vieles kann auch noch über das empfohlene Verbrauchsdatum hinaus verwendet werden.

Tipp Nr. 2: Es geht auch ohne unnötige Verpackungen

Bereits 2050 könnte dreimal mehr Plastik in den Weltmeeren schwimmen, als Fische – so die erschreckende Prognose der Forscher der Ellen MacArthur Foundation bezüglich einer Studie für das Weltwirtschaftsforum. Um die Gefahr des Mikroplastiks für Mensch und Tier zu reduzieren, hilft es, dem Plastikmüll konsequent den Kampf anzusagen und auf Plastik zu verzichten, wann immer es möglich ist.

Möglich ist es zum Beispiel sehr einfach beim Kauf von Obst und Gemüse im Supermarkt. Hier darf gern auf die Plastiktüten verzichtet werden. Alternativ eignen sich für loses Obst und Gemüse, wie Kirschen, Tomaten oder Kartoffeln, Wäschenetze. Sie wiegen fast nichts und der Inhalt ist an der Kasse mühelos einsehbar. Auch beim Kauf von Brot und Brötchen sind Stoffbeutel eine ideale Zero Waste-Alternative.  

Überlegt einkaufen impliziert also nicht nur das Schreiben einer Einkaufsliste, sondern auch das Mitnehmen von eigenen Stofftaschen, Körben oder Rucksäcken. Das gute, altbewährte Einkaufsnetz feiert sein Revival! Für den spontanen Einkauf empfiehlt es sich, dauerhaft einen Beutel im Rucksack oder der Tasche zu haben, so kann man den Plastiktütenkauf an der Kasse umgehen – spart Geld und Ressourcen gleichermaßen, ist doch Plastikmüll eines der größten Umweltprobleme weltweit. 

Ebenso lassen sich Geld, Müll und unnötige Schlepperei wunderbar vermeiden, wenn man statt Mineralwasser in Flaschen auf Leitungswasser zurückgreift. Wer es „sprudelig“ in seinem Wasserglas mag, für den könnte ein Trinkwassersprudler eine lohnende Investition sein.  

Besonders empfehlenswert sind verpackungsfreie Supermärkte. In immer mehr deutschen Städten ermöglichen sie es uns spielend einfach nachhaltig und umweltbewusst einzukaufen, indem sie bewusst und gekonnt auf unnötige Verpackungen verzichten. Einer von ihnen ist der Original Unverpackt-Supermarkt in Berlin. 

Tipp Nr. 3: Chemiekeule ade: Hallo alternative Putzmittel!

Für den Wohnungsputz und das Wäschewaschen bedarf es eigentlich nur fünf bewährten Hausmitteln: Essig, Zitronensäure, Soda, Natron und Kernseife. Hier lässt sich jede Menge Geld sparen, da der Kauf diverser Putz- und Reinigungsmittel wegfällt. Und auch die Umwelt wird es uns sehr danken, verzichten wir auf bedenkliche Chemiereiniger. 30 – 60 ml weißer Haushaltsessig sind so ein idealer Weichspülerersatz. Er enthärtet das Wasser, desinfiziert gleichzeitig und löst unliebsame Verkalkungen. Auch als ökologischer Allzweckreiniger ist Essig eine wahre Wunderwaffe im Kampf gegen Schmutz. Für 750 ml ökologischen Allzweckreiniger einfach 2 Tassen Essig mit 1 Tasse Wasser und 20 Tropfen ätherischem Öl, beispielsweise Lavendel, Teebaum oder Eukalyptus, mischen und in eine Sprühflasche füllen.

Tipp Nr. 4: Mach´s dir selbst!

Als Kinder der Wegwerfgesellschaft wird es höchste Zeit wieder den Wert des Selbermachens zu entdecken. Oftmals lassen sich defekte und kaputte Dinge reparieren und müssen nicht weggeworfen und durch neue ersetzt werden. Repair-Cafés sind eine ideale Anlaufstelle für Reparierwütige. Hier gibt es Werkzeuge, Materialien und helfende Hände. Das Gleiche gilt für Kleidung und Schuhe: Wenn die Lieblingshose oder die geliebten Schuhe kaputtgehen, muss man nicht gleich neue kaufen. Ein Gang zur Schneiderei oder zum Schuhmacher tun keinem weh – die Umwelt wird es einem danken.

Aus Alt mach Neu passt auch auf den Up-Cyclingtrend: Warum nicht einfach ausgedienten Dingen ein neues Leben schenken? Oftmals lassen sich aus ausrangierten Gegenständen nützliche und kreative DIY-Unikate zaubern – ein ideales Geschenk. Die eigene Freude über das fertige Stück ist übrigens unbezahlbar. Unbedingt einmal ausprobieren!

Tipp Nr. 5: Qualität kaufen

Wer billig kauft, kauft zweimal, sagten schon unsere Großeltern – und es ist etwas Wahres dran. Viel sinnvoller ist es für Umwelt und Geldbeutel, möglichst langlebige Produkte zu kaufen und diese möglichst lang zu verwenden. So zahlt sich der höhere Anschaffungspreis durchaus aus. Und sollten die Dinge für uns dann doch irgendwann ihren Nutzen verlieren, können sie weitergegeben werden. 

Ob Spielsachen oder Kleidung: Gerade für Familien mit Kindern sind Flohmärkte oder Internettauschbörsen eine ideale Möglichkeit, um diese Dinge weiterzugeben oder selbst nach Notwendigem zu stöbern. Das Stöbern macht Spaß und ist gesund gleichermaßen. So ist die Second Hand-Kleidung weitaus weniger schadstoffbelastet als Neuware. Gerade für Eltern ist dies ein wichtiger Pluspunkt in puncto gut erhaltene Second Hand-Kleidung, zumal die Zwerge relativ schnell wieder aus den Stücken herauswachsen.

Doch nicht nur Flohmärkte und Second-Handläden sind eine tolle Fundgrube für „neue“ Kleidung. Auch Klamottentauschpartys eignen sich hervorragend dafür, unsere Schränke zu entrümpeln und Neues zu ergattern. Weggeworfen werden muss so garantiert nichts mehr.

Zero Waste beginnt mit vielen kleinen, gar nicht so schweren Schritten. Das Szenario 2050 sollte für uns Anreiz und Notwendigkeit zugleich sein, etwas zu ändern und diesen Planeten zu schützen. 

04.02.2019 · 11:00 · Autor: Annelie Neumann · Kategorie: Lifestyle/ Lebensart
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