Gesund durch den Herbst: Abwehrkräfte stärken

Wie wir unser Immunsystem fit für den Herbst machen

Wie wir unser Immunsystem und unsere Abwehrkräfte schon mit wenigen einfachen, aber nachhaltig und effektiven Mitteln stärken:
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Alleskönner Schlaf: Oder warum ausreichend Schlafen so wichtig ist

Und plötzlich ist er da: der Herbst. Und mit ihm beginnt die Husten-Schnupfen-und Erkältungssaison. Doch mit den richtigen Tipps können wir den Viren und Bakterien ein Schnippchen schlagen.

Zugegeben: Vielen von uns fällt es abends oftmals schwer, rechtzeitig ins Bett zu kommen, möchte man doch noch so vieles erledigen, erleben oder findet einfach schwer in den Schlaf. Und ehe man sich versieht, klingelt auch schon wieder der Wecker. Dabei wirkt sich ausreichend Schlaf nachweislich auf unser Immunsystem aus. Empfohlen werden 7 bis 9 Stunden pro Nacht. In der Schlafphase bilden sich die für unsere Gesundheit so wichtigen Antikörper, der Körper entgiftet, Wachstumshormone werden ausgeschüttet und zugleich läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren – also da sage noch einer „Schlafen wird überbewertet“.

Dauerstress: Gift für unser Immunsystem

Für unsere Steinzeitvorfahren war er zur Vorbereitung in Kampf- oder Fluchtmomenten überlebensnotwendig: Stress. Heute ist es aber vielmehr der dauerhafte Stress, der uns krank macht. Daher gilt: Nach Möglichkeit versuchen, dauerhafte, uns belastende Situationen zu reduzieren. Wichtig sei es daher gerade bei Fulltime-Verpflichtungen im Job, im hektischen Großstadtalltag oder dem bunten, aber zuweilen Kraft zerrenden Familienleben bewusst zu entspannen, sich Inseln der Kraft zu suchen. Diese können so vielfältig sein wie wir. Wie wäre es mit Sport, Mediation, einem Saunabesuch oder einem Spaziergang, bewussten Atemübungen zwischen den Meetings oder in der Mittagspause? Auch eine kleine digitale Fastenpause von Handy und E-Mail kann in Zeiten der ständigen Erreichbarkeit ungeahnt wohltuend sein. Unser Immunsystem wird uns diese kleine nachhaltige Atempause durchaus zu danken wissen.

Raus an die frische Luft!

Ja, diese Aufforderung kennen wir wohl fast alle aus unserer Kindheit zur Genüge. Doch an dem Appell der Eltern und Großeltern steckt so viel Wahres dran, dass er sich auch heute noch zu beherzigen lohnt. Sport und Bewegung an frischer Luft und in der Natur stärken nachweislich unser Immunsystem. Während wir unsere Durchblutung anregen, arbeitet der gesamte Körper auf Hochtouren, Körperzellen und Immunsystem werden angekurbelt und Stress abgebaut. Unser Körper tankt jede Menge Sauerstoff und Vitamin D, das wiederum wichtig für unsere körpereigenen Abwehrkräfte ist. Fast wie nebenbei schüttet der Körper auch noch das Glückshormon Serotonin aus. Das wird übrigens auch beim Lachen ausgeschüttet. Also durchaus öfter einmal herzhaft lachen. Schon unsere Großeltern wussten: „Lachen hält gesund!“

Du bist, was du isst: nämlich gesund!

Schon bei der täglichen Ernährung können wir unser Immunsystem einfach, aber effektiv unterstützen. Es empfiehlt sich abwechslungsreich und gesund zu essen – viel saisonales Obst und Gemüse, idealerweise aus regionalem, nachhaltigem Anbau – und besonders auf die Aufnahme von Antioxidantien zu achten. Diese sind ideal bei der Stärkung der Abwehrkräfte und zur Vorbeugung der Hautalterung gleichermaßen, fangen sie doch die freien Radikale ab. Jede Menge dieser Wunderstoffe finden sich in Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Als wahre „Antioxidantien-Bomben“ sind Brokkoli und Blumenkohl bekannt. Auch Blaubeeren, Kartoffeln, Tomaten und Äpfel sind reich an ihnen. Im Brokkoli und Blumenkohl befinden sich darüber hinaus auch Cholin und Glutathion – wahre gesunde Bakterien- und Virenkiller.

Auch Vitamin E unterstützt unser Immunsystem sehr. Daher gern öfter zu Linsen, Erbsen, Bohnen, Vollkorn und Haferflocken greifen. Abschließend noch ein kleines Knoblauchplädoyer: Mit Allicin steckt im Knoblauch ein wahrer Immunsystemstärker. Der Inhaltsstoff bekämpft Bakterien im Magen, wenn man ihn roh ist, beispielsweise im Salatdressing oder fein gehackt über das Essen streut.

Und noch ein Glas, bitte! Oder zwei oder drei ... 

Viel hilft viel – zumindest, wenn es ums Wasser trinken geht. Eine Flüssigkeitszufuhr von 2 l pro Tag gilt als förderlich, um unseren Körper bei dem Ausscheiden von Giftstoffen zu unterstützen. Viel Flüssigkeit kann schon durch das Verzehren von Obst und Gemüse aufgenommen werden, ersetzt aber keinesfalls den Griff zum Wasserglas. Daher idealerweise Wasser oder Tee in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt trinken. Ein Flüssigkeitsdefizit kann sich in Konzentrationsschwierigkeiten oder Verstopfungen äußern.

Alkohol sollte nur in Maßen konsumiert werden. Ein Rausch beeinträchtigt im Übrigen unsere Abwehrkräfte für bis zu 24 Stunden.

Wer ganz bewusst darüber hinaus sein Immunsystem stärken möchte, kann morgens frisch gepressten Zitronensaft in einem Glas mit lauwarmem Wasser trinken. Dieser kurbelt die Verdauung an und hilft unseren Wasserspeicher nach der Nacht wieder aufzufüllen. Darüber hinaus sind Zitronen wahre Vitaminbomben. Jede Menge Kalzium, Kalium, Vitamin C, Pektin und Spuren von Eisen und Vitamin A verbergen sich in den sauren Südfrüchten.

Wer in Anbetracht der herbstlichen Stürme lieber eine gemütliche Tasse Tee trinken mag, dem seien wärmstens Tees aus Kräutern, Wild- und Heilpflanzen (im Reformhaus erhältlich) empfohlen. Sie wirken antibakteriell und enthalten wichtige Mineralien, die wiederum unsere körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen und uns gesund erhalten. 

So gestärkt kann der Herbst wohl kommen! In diesem Sinne wünschen wir einen gesunden Start in die herbstliche Jahreszeit – hoffentlich ganz ohne lästige Schnupfnase und Halsweh.

04.10.2017 · 15:24 · Autor: Annelie Neumann · Kategorie: Lifestyle/ Lebensart
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