Nachhaltige Babyausstattung: Babys erstes grünes Lebensjahr

Motto im ersten Lebensjahr: „Weniger ist mehr“

Wir stellen euch in einem Überblick nachhaltige Alternativen für Babyprodukte vor und warum euch das Motto „Weniger ist mehr“ für euer Baby hilft:
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Babypflege mit nachhaltigen Produkten

Endlich ist die Famiie komplett und man freut sich auf das neue Leben mit Kind. Doch bevor man den Nachwuchs endlich in den Händen halten kann, gibt es so einiges vorzubereiten. Denn wer ein Baby erwartet, möchte oftmals alles so perfekt wie möglich vorbereiten. Schließlich soll es dem Nachwuchs an nichts fehlen. Laut dem „Branchenfokus Baby- und Kinderausstattung 2014“ des Instituts für Handelsforschung (IfH) lag der Umsatz für Baby- und Kinderausstattung im Jahr 2013 bei 6,52 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Der Markt für Baby- und Kinderausstattung boomt.

Trotz aller Vorfreude sollten werdende Eltern jedoch darauf achten, nicht zu viel Geld für die Erstausstattung auszugeben und auf Nachhaltigkeit achten. Denn Babys brauchen vor allem in den ersten Lebensmonaten kaum Spielzeug, Kuscheltiere oder hunderte Teile an Baby-und Kinderkleidung im Schrank. Und wenn, dann sollte alles so nachhaltig wie möglich sein.

Nachhaltige Produkte rund ums Baby

Ob Windeln und Pflegeprodukte, Babymöbel, Kinderwagen, Spielzeug oder Kleidung: Alles, was es für Babys und an konventionellen Dingen gibt, ist auch als nachhaltige Variante erhältlich:

Stoffwindeln statt Pampers

Wegwerfwindeln wie Pampers sind nicht nur ziemlich teuer sondern belasten auch die Umwelt extrem, da sie aus synthetischem Kunststoff bestehen, der nicht biologisch abbaubar ist und unheimliche Müllberge verursachen. Eine viel nachhaltigere Alternative zu Wegwerfwindeln sind Stoffwindeln. Sie sind nicht nur hautverträglicher als herkömmliche Wegwerfwindeln, da sie luftdurchlässiger sind, sondern verursachen auch keinen Müll, da man sie waschen und immer wieder verwenden kann. Wer keine Lust auf das ständige Waschen der Stoffwindeln hat, kann alternativ auch Ökowindeln benutzen. Diese verursachen zwar auch viel Müll aber sind zumindest aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Ökowindeln bekommt man z.B. im Reformhaus oder Bio-Supermarkt.

Waschlappen statt Feuchttücher

Feuchttücher sind praktisch, gerade wenn man mit dem Baby unterwegs ist doch ebenso wie Wegwerfwindeln sind sie eine Belastung für die Umwelt. Ebenfalls schnell und einfach lassen sich Babys mit einem Waschlappen reinigen. Diese Methode schont nicht nur die Umwelt sondern auch den Geldbeutel.

Badewanne statt Babywanne

Babys mögen es geborgen und eng – auch beim Baden. Dennoch ist es vollkommen okay, wenn man sein Baby lieber in der Badewanne baden möchte statt extra eine Babywanne zu kaufen. Das spart Geld und da die Hebamme einem nach der Geburt zeigt, wie man das Baby am besten hält, kann man den Nachwuchs auch problemlos in der großen Badewanne baden. Um dem Baby das Baden so angenehm wie möglich zu machen, kann ein eingerolltes, großes Handtuch als Badebegrenzung benutzt werden. Wenn das Baby dann noch am Kopfende gebadet wird, fühlt es sich genauso geborgen wie in einer kleinen Babywanne.

Wundschutzcreme ohne chemische Duft-und Zusatzstoffe 

Oftmals lässt es sich nicht immer vermeiden, dass Babys am Po wund werden. Da Babys sehr empfindliche Haut haben, sollte man Wundschutzcreme ohne chemische Duft- und Zusatzstoffe verwenden. Sie sorgt für schnelle Linderung und Heilung bei gleichzeitig guter Hautverträglichkeit. Ökotest hat in seinem „Ratgeber Kleinkinder 2017“ 20 Wundschutzcremes getestet. Die Wundschutzcremes von Lavera und Weleda schnitten mit am besten ab, da sie nicht nur frei von Silikonen, Mineral- und Zusatzstoffen sind, sondern auch kein Parfüm enthalten. 

Babykleidung: So wenig wie möglich aber so viel wie nötig

Die meisten werdenden Eltern bekommen schon vor der Geburt einiges an Baby-und Kinderkleidung von Freunden und Verwandten geschenkt, sodass es völlig unnötig ist, selbst noch massenhaft Babykleidung zu kaufen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Babys zu Beginn außer Bodys, Strampler, feine Baumwollsöckchen, 2 Schlafsäcke und einen Winteranzug bzw. ein Jäckchen für den Sommer nichts weiter benötigen. Hauptsache, die Babykleidung ist praktisch, bequem und Baby fühlt sich darin pudelwohl. Auch hier sollte man darauf achten, möglichst Babykleidung aus Bio-Baumwolle zu kaufen, da diese nicht nur hautfreundlich sondern auch umweltschonend hergestellt wird.

Naturholzmöbel statt Funierholz und Spanplatte

Bei der Einrichtung des Babyzimmers sollte darauf geachtet werden, dass es sich um Naturholzmöbel aus Massivholz handelt und nicht etwa um mit Chemikalien getränktes Funier-und Spanholz. Naturholzmöbel sehen nicht nur schöner aus sondern sind auch für Babys und die Umwelt besser, weil sie nicht mit chemischen Lacken behandelt werden. Zudem halten die Naturholzmöbel auch wesentlich länger. Beim Kauf der Möbel ruhig auf „mitwachsende“ Möbelssysteme achten. So haben Babys bis ins „hohe Kindesalter“ etwas von ihren schönen Möbeln und man spart Geld, da man nicht alle paar Jahre neue Möbel kaufen muss. Hier findet ihr übrigens tolle Geschäfte für nachhaltige Baby-und Kindermöbel.

Unterwegs mit Baby: Kinderwagen und Tragetuch

Gemeinsam mit dem Baby die Welt erkunden funktioniert auf vielerlei Art. Viele Eltern tun sich jedoch bei der Auswahl des richtigen Kinderwagens für ihr Baby schwer. Vor allem die Suche nach nachhaltigen Kinderwagen entpuppt sich oft als Endlossuche. Wer sein Kind sicher, nachhaltig und ökologisch korrekt durch die Gegend schieben möchte aber gleichzeitig nicht ein Vermögen für einen Kinderwagen ausgeben will, sollte sich mal den Kinderwagen von Greentom ansehen. Der ist durch und durch nachhaltig, denn das Gestell ist aus recyceltem Polypropylen während der Stoff des Sitzes aus  53 PET-Flaschen gefertigt ist. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Farben, er ist einfach zusammenklappbar und mit einem Preis von 299,00 Euro im Vergleich zu konventionellen Kinderwagen echt günstig aber gleichzeitig nachhaltig. Der Kinderwagen von Greentom ist u.a. bei Rasselfisch erhältlich.Babys lieben Wärme und Geborgenheit. Wer sein Kind daher lieber in einem Tragetuch transportieren möchte, sollte darauf achten, dass das Baby die richtige Position im Tragetuch einnimmt. So sollte das Baby eine natürliche Haltung im Tuch einnehmen, d.h. die Beine anhocken während die Knie auf Nabelhöhe der Mutter verweilen und die Oberschenkel abspreizen. Die richtige Haltung des Babys im Tuch ist enorm wichtig, da es sonst bspw. zu Fehlstellungen kommen kann.

Spielzeug für Babys wird überbewertet

Auch wenn man liebend gern schon ein ganzes Arsenal an Spielzeugen für den Nachwuchs kaufen möchte, macht es in den ersten Lebensmonaten des Babys nur wenig Sinn, da Neugeborene und Babys in den ersten Lebensmoaten mit Spielzeug noch gar nichts anfangen können. Es lernt erst mit der Zeit das Greifen und Sitzen, weshalb man den Fokus beim Spielzeug am Anfang eher auf das Hören legen kann. Dafür eignen sich Baby-Mobiles (Klangspiel), die über dem Babybett aufgehangen werden, am besten. Wenn es dann doch Kuscheltiere sein sollen, am besten solche mit starken Farbkontrasten wählen, da dies die visuelle Entwicklung des Babys fördert.Auch hier sollte man ruhig den Fokus auf Nachhaltigkeit legen. Baby-Mobiles und Stofftiere kann man günstig auf Flohmärkten oder auch aus dem Bekanntenkreis organisieren. Das hilft wirtschften und ist zugleich umweltfreundlicher als alles neu zu kaufen.

Die Erstausstattung für das Baby ist ein wichtiges Thema doch mit unseren Tipps können (werdende) Eltern ganz entspannt das erste Lebensjahr mit ihrem Nachwuchs erleben. Wie gesagt, weniger ist oft mehr!

06.10.2017 · 13:43 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Lifestyle/ Lebensart
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