Nachhaltige Zahnpflege: Tschüss Plastikzahnbürste!

Zahnhygiene mit gutem Gewissen

Wie passen Zahnpflege und Umweltbewusstsein zusammen? Ein Blick auf herkömmliche Zahnbürsten, Zahnpastatuben und Zahnseide zeigt: Wir nehmen bei der Pflege unserer Beißer viel Plastik in die Hand und in den Mund. Wir zeigen euch, wie es nachhaltiger geht:
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Beim Zähneputzen der Müllproduktion trotzen

Wir tun es mindestens zweimal am Tag, verbrauchen im optimalen Falle vier Zahnbürsten im Jahr, einige Tuben Zahncreme und nicht näher bezifferte Zahnseide-Sticks oder Zahnseiderollen. So zweifellos wichtig die tägliche Zahnpflege ist, so bedenklich ist die mit ihr einhergehende alltägliche Müllproduktion. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf nachhaltige Zahnpflege-Alternativen zu werfen.

Grüne Alternativen zur Plastikzahnbürste

Zahnärzte empfehlen die Zahnbürste regelmäßig im Abstand von drei bis vier Monaten auszutauschen. Während die Bürsten vom täglichen Gebrauch verschlissen sind, ist der Stiel im Normalfall noch tadellos. Bei den Zahnbürsten von aronal öko-dent lassen sich die Bürstenköpfe bequem separat austauschen. Das schont die Umwelt bei voller Reinigungsleistung.

Eine weitere Alternative sind Bambus-Zahnbürsten. Wer sie ausprobiert hat, wird bestätigen können, dass man keinen spürbaren Unterschied zu herkömmlichen Zahnbürsten aus Plastik merkt. Ganz klar im Vorteil sind sie in puncto Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Wiederverwendbarkeit. Bambus ist ein schnell wachsender Rohstoff. Die aus ihm gefertigten Zahnbürsten sind wasserabweisend, splittern nicht und wirken antimikrobiell – ideal für die tägliche Zahnpflege. Nach Gebrauch sind sie biologisch abbaubar.

Die Auswahl an nachhaltigen Zahnbürsten ist groß. Hydrophil bietet Bambus-Zahnbürsten* ab 1,90 € an. Die Borsten der veganen Zahnbürsten bestehen wie bei anderen Bambus-Zahnbürsten aus Nylon. Die Bürsten sind im Vorratspack* (vier Zahnbürsten circa 17,95 €) erhältlich.

„Vier Farben, vier Zahnbürsten“ könnte das Motto der Amazy Bambus Zahnbürste lauten. Der Hersteller CareElite bietet im Vierer-Pack* (13,99 €) nachhaltige Zahnbürsten aus Bambus-Holz. Ideal für Familien sind die OUTDOOR FREAKZ-Bambus-Zahnbürsten. Das Zahnbürsten-Vierer-Pack* (9,99 €) besteht aus Borsten mit Bambus-Holzkohle für bessere Sauberkeit. Die Bambus-Kohlepartikel helfen nachweislich gegen Zahnverfärbungen und polieren die Zahnoberflächen und sind schonend zu Zahnfleisch und Zahnschmelz. Die Griffe sind für Kinderhände optimiert und dank der vier verschiedenen Tierlogos am Stiel können alle Familienmitglieder ihre eigene Bürste unterscheiden.

Eine weitere grüne Alternative zur Plastikzahnbürste sind die SWAK-Zahnbürsten* (circa 15,99€). Der Hersteller beschreibt diese als „eine Symbiose aus dem traditionellem Zahnputzholz Miswak und einem ergonomisch und optisch geformten Griff aus biobasiertem Kunststoff.“ Mit dem kleinen Köpfchen können die Zähne schonend, gründlich und punktgenau von Belag befreit werden. Die Miswak-Zahnputzköpfe enthalten antibakterielle und natürliche Wirkstoffe, wie natürliche Fluoride, Silikate und mindestens 70 weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, so der Hersteller. Die abgenutzten Bürstenköpfe könnt ihr bei Bedarf leicht austauschen. Eure Zähne könnt ihr mit der SWAK-Zahnbürste auch ohne Zahnpasta und Wasser putzen.

Tägliches Putzen mit Bio-Zahncreme und Zahnputztabletten

Mit der richtigen Bürste bewaffnet, kann es ans Zähneputzen gehen. Fehlt uns nur noch eines zu strahlend weißen und gesunden Zähnen: eine nachhaltige Zahncreme. Die herkömmlichen Zahnpastatuben aus der Drogerie beinhalten umstrittene Inhaltsstoffe. Wer auf Aspartam, Mikroplastik, Fluoride und Triclosan verzichten mag, findet reichlich Auswahl an Zahncreme in Naturkosmetikqualität. Auf utopia.de findet ihr eine Bio-Zahnpasta-Besten-Liste. Ganz ohne klassische Zahncreme könnt ihr mit den zertifizierten Denttabs-Zahnputztabletten (125 Stück für circa 7 €) eure Zähne reinigen. Wir haben es für euch im Selbstversuch getestet.

Zahnpasta einfach selber machen: DIY-Zahncreme-Rezept

Natron ist ein altbewährtes Hausmittel für weiße Zähne, reinigt und bindet es Schadstoffe. Für den guten Geschmack sorgt der Zuckerersatzstoff Xylit, der gleichzeitig vor Plaque, Zahnstein und Karies schützt. Die DIY-Zahncreme am besten bei Zimmertemperatur lagern und vor dem Putzen mit einem Löffel auf die Zahnbürste auftragen.

Zahncreme lässt sich ohne viel Aufwand selbst herstellen:

- Kokosöl (4-5 Esslöffel) im Wasserbad schmelzen

- Natron (2-3 Esslöffel) hinzugeben

- eine Prise Xylit (alternativ eine Prise Steviapulver) mit einer Prise Kurkumapulver vermischen

- nach Geschmack optional einen Teelöffel Öl (zum Beispiel Pfefferminzöl, Fenchelöl oder Zitronenöl) dazugeben

Für die Zahnzwischenräume: Ökologische Zahnseide

Zur gründlichen täglichen Zahnreinigung gehört Zahnseide. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt: Herkömmliche Zahnseide besteht aus Polyamid und Polyethylen – alles andere als umweltfreundlich. Eine ökologischere Variante ist die Zahnseide aus reiner Seide und Bienenwachs von Monte Bianco* (50 m circa 6,25 €).  

Zahnbürste, Zahncreme und Zahnseide: Ein kritischer Blick auf unsere tägliche Zahnpflege zeigt: Es bedarf keinen großen Aufwand, um unnötiges Plastik und Müll bei der täglichen Zahnpflege zu verbannen und unsere Zähne gesund zu halten. In puncto Design und Nachhaltigkeit sind die Bambus-Zahnbürsten ihren Plastik-Pendants eh meilenweit voraus. Also: Tschüss Plastik und hallo Nachhaltigkeit!

Kleiner Tipp zum Schluss: Falls ihr jetzt eure alten Plastikzahnbürsten entsorgen wollt, nutzt sie doch einfach als Schuhputzmittel. Die Borsten kommen beispielsweise sehr gut in die Sohlen und Zwischenräume um Dreck und Schmutz zu entfernen. 

 

19.12.2017 · 10:44 · Autor: Annelie Neumann · Kategorie: Gesundheit/ Medizin
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