Der kleine Grill Ratgeber: Welcher Grill passt zu dir?

Grillen mit Holzkohle, Strom und Gas

Kaum steigt das Thermometer auf 20 Grad an, ist es wieder so weit: Die Grillsaison hat begonnen. Für viele gibt es im Frühling und Sommer nichts schöneres als ein frisches, gegrilltes Steak genießen zu können. Doch Grill ist nicht gleich Grill. Wir klären euch über gängige Grills auf und stellen euch ein leckeres Grillrezept vor.
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Rundgrill: 

Jedem von uns bekannt ist der Rundgrill*. Es gibt sie für wenige Euro im Baumarkt und an der Tankstelle. Die einfachste Variante besteht aus einer Grillschale, die an mehreren Beinen angeschraubt ist. Zusätzlich ausgestattet sind Rundgrills mit einem Windschutz, an dem gleichzeitig das Grillrost befestigt wird. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Der Rundgrill ist preiswert und man kann ihn problemlos überall mit hin nehmen. Allerdings gibt es auch Nachteile: Man benötigt Holzkohle oder Briketts und Grillanzünder. Die Asche muss überdies nach dem Grillen noch umweltgerecht entsorgt werden. Umwelttechnisch gesehen ist der Rundgrill also eher eine kleine Katastrophe, auf die man nur im Notfall zurückgreifen sollte.

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Kugelgrill: Direktes und indirektes Grillen

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einem Kugelgrill* um einen runden Grill, der aus zwei Kugelhäften besteht . Die untere Kugelhälfte beinhaltet das Grillrost für die Grillware sowie ein Grillkohlerost für die Grillkohle oder Briketts. Die untere Kugel besitzt zudem ein Belüftungssystem, wodurch die Grillkohle von unten mehr Sauerstoff bekommt und der Kugelgrill dadurch lange und beständig heiß bleibt. Die obere Kugelhälfte ist oftmals mit Belüftungslöchern ausgestattet. Der Deckel beim Kugelgrill ermöglicht problemlos indirektes Grillen. Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut nicht direkt über der Glut. Die Grillkohle bzw. die Glut wird so platziert, dass die Kohle nicht unter dem gesamten Grillrost liegt. So wird das Fleisch ohne direkte Hitze gegrillt. Wer es mit dem Grillen eilig hat, sollte einen Kugelgrill mit Gas nutzen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Kugelgrill mit Holzkohle, ist der Kugelgrill mit Gas sofort einsatzbereit während die Holzkohle erstmal Glut entwickeln muss, bevor gegrillt werden kann.

Kugelgrills eignen sich sowohl für Garten und Terrasse als auch für die Grillsause im Park. Allerdings ist die Grillfläche relativ klein, weshalb ihr einen größeren Grill braucht, wenn ihr eine Grillfete mit 20 Personen plant. Der herkömmliche Kugelgrill ist aufgrund der benötigten Grillkohle ebenfalls nicht umweltfreundlich. 

Einweggrill: Absolute Notfalllösung

Der Einweggrill* sollte die wirklich letzte Wahl beim Grillkauf sein, da er nicht ganz ungefährlich ist und ziemlich umweltschädlich. Er eignet sich für spontanes Grillen im Park oder am Strand und ihr bekommt ihn super günstig an der Tankstelle oder im Supermarkt. Der Einweggrill besteht aus einer Aluschale, die schon fertig mit Grillrost, Grillkohle und Anzünder ausgestattet ist. Ihr braucht ihn einfach aufstellen, die Kohle anzünden und los geht der Grillspaß. eignet sich vor allem für das ganz spontane Grillen. Angeboten wird der Einweggrill im kleinen Format in Supermärkten oder auch in Tankstellen für 3-5 Euro. Die Vorteile des Einweggrills sind offensichtlich: kein mühevolles Zusammenbauen und reinigen. Nach dem Grillen wird er einfach entsorgt. Beachte, das der Abstand zwischen Grill und Grillkohle sehr gering ist. Das Fleisch kann schnell verbrennen. Zudem musst du aufpassen, dass der Boden unter dem Einweggrill nicht verbrennt, da er so dicht am Boden steht.

Edelstahlgrill: Robust und gut für den Geschmack

Aus Edelstahl gefertigte Grills versprechen aufgrund rostfreien Stahls eine lange Lebensdauer und sind super stabil. Die Bauweise des Edelstahlgrills sorgt für eine gleichmäßige Hitzeverteilung. Das geringe Gewicht macht den Standortwechsel oder das Unterstellen im Keller während der kalten Jahreszeit ganz einfach. Edelstahlgrills verfügen über ein Grillrost aus lebensmittelechtem Edelstahl. Dies gewährleistet, dass das Fleisch seinen ganz natürlichen Geschmack beim Grillen behält. Für den Edelstahlgrill* verwendet man ebenfalls Holzkohle oder Grillbriketts. Dieser Grill ist besonders für die Terrasse oder den Garten gut geeignet.

Schwenkgrill: Saftige Steaks garantiert

Wer richtig urig grillen möchte, der ist mit einem Schwenkgrill* super bedient. Der bewegliche Grillrost sorgt beim Grillen dafür, dass das Fleisch unglaublich zart und saftig wird. Beim Schwenken des Grillrosts wird der Punkt der intensivsten Erhitzung von einer einzigen Stelle auf umliegende Punkte konzentriert. Das Grillgut wird somit gleichmäßiger erhitzt und es gibt weniger trockene Stellen. Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten, dass das Grillgut nicht in die Glut fällt durch das Schwenken. Etwas Geschick bei der Bedienung des Schwenkgrills kann also nicht schaden. Ansonsten funktioniert dieser Grill wie jeder andere Holzkohlegrill.

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Smoker: schonend gegartes Fleisch

Ein Smoker* kann ohne weiteres als Luxusvariante des Grillens bezeichnet werden, da er nicht nur eine der preisintensivsten Grilltypen darstellt, sondern auch viele positive Eigenschaften gegenüber herkömmlichen Grills besitzt. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Grill wird in einem Smoker das Grillgut von heißem Rauch umströmt, wodurch alles gleichmäßig gegart wird. So kann nichts anbrennen und auch nicht austrocknen. 

Ein Smoker ist vielseitig einsetzbar. Neben dem Grillen von Fleisch kann auch Fisch geräuchert oder Pizza gebacken werden. Durch die lange Garzeit bleibt auch der Fisch innen und außen super saftig. Gesundheitsschädliche Dämpfe werden vermieden, weshalb das Grillen mit einem Smoker als besonders gesundheitsfreundlich gilt. Was der große Vorteil ist, ist auch gleichzeitig ein Nachteil. Das Grillen mit dem Smoker dauert mehrere Stunden, da viele Fleischsorten bis zu 4 Stunden gegart werden müssen. Spontanes Grillen ist mit dickerem Fleisch demnach nicht möglich. Aber man kann ja auch Würstchen und Gemüse mit dem Smoker grillen.

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Gasgrill: Die Alternative zum Holzkohlegrill 

Eine Alternative zum Holzkohlegrill ist der Gasgrill*. Er wird meistens mit einem Gasgemisch aus Propan und Butan betrieben. Sämtliche Grillware ist mit einem Gasgrill schnell zubereitet. Des Weiteren lässt sich dieser Grilltyp gut bedienen. Indirektes Grillen ist ebenfalls möglich (je mehr Brenner umso besser ist indirektes Grillen möglich). Achte darauf, einen Gasbrenner zu benutzen, der sich über die gesamte Grillfläche verteilt. Somit wird eine gleichmäßige Hitze gewährleistet. Für einen Gasgrill benötigt man keinen Garten oder eine Terrasse. Auch auf dem Balkon lässt es sich damit prima grillen. Wenn du schnell und vor allem sauber grillen willst, ist dies der perfekte Grill für dich.

Elektrogrill: Einfach überall grillen

Wenn du deinen Grill ganzjährig an jedem Ort nutzen möchtest, ist ein Elektrogrill* für dich genau richtig. Ob draußen oder in der Wohnung: Du kannst mit dem Elektrogrill überall grillen. Praktisch ist auch, dass sich kaum Gerüche beim Grillen ergeben und du sofort ohne lange Vorbereitung losgrillen kannst. Ein weiterer Vorteil gegenüber Holzkohlegrills: Es entsteht keine Asche, die entsorgt werden muss und die Reinigung des Elektrogrills ist ebenfalls schneller erledigt. Allerdings kommt natürlich auch nicht so richtig Grillatmosphäre auf, wenn es keine knisternde Glut und Grillgeruch gibt. Auf jeden Fall ist das Grillen mit einem Elektrogrill eine saubere Sache im Vergleich zu allen anderen Grilltypen. Du musst nur stets daran denken, dass du auf jeden Fall eine Stromquelle in der Nöhe haben musst, damit der Elektrogrill funktioniert. 

Raffiniertes Grill Rezept:  Gegrillte Wassermelone mit Bacon

Bratwurst und Fleisch grillen kann jeder. Wir stellen dir ein außergewöhnliches Grill Rezept vor, bei dem dir wortwörtlich das Wasser im Mund zusammenlaufen wird. Versprochen!

Zutaten für 4 Portionen gegrillte Wassermelone mit Bacon:

• 1 Fenchelknolle (ca. 200 g) 

• 2 EL  Obstessig 

• Salz, Pfeffer 

• 2 EL  Öl 

• 4 Scheiben  Bacon (alternativ Tofu)

• 500 g  kernarme Wassermelone 

• Alugrillschale

So wird es zubereitet:

Schritt 1: Wasche und putze den Fenchel und schneide ihn in sehr dünne Scheiben. Stelle das Fenchelgrün beiseite. 

Schritt 2: Lege den Bacon solange in einer Alu-Grillschale auf den Grill bis er knusprig ist. Nim ihn anschließend heraus und lasse ihn auf etwas Küchenpapier gut abtropfen.

Schritt 3: Schneide das Fruchtfleisch von der Melonenschale und teile das Fruchtfleisch in vier Stücke. Nun legst du die Melonenstücke für circa 3 Minuten auf den Grill und wendest sie regelmäßig.

Schritt 4: Richte die Melonenstücke samt dem Fenchel auf dem Teller an uns streue den zerbröselten Bacon samt dem Fenchelgrün drüber. Fertig ist die gegrillte Wassermelone mit Bacon!

 

Das war unser kleiner Grill Ratgeber. Wir hoffen, du weißt jetzt, welcher Grill zu dir passt und wünschen dir eine angenehme und genussvolle Grillsaison!

 

09.05.2018 · 10:56 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Haus und Garten
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