Camping & Outdoor: Worauf es bei einem guten Zelt ankommt

Das perfekte Zelt für deinen Camping Ausflug

„Einfach mal raus und abschalten“ – das denkt sich so manch einer von uns. Wo gelingt das besser als in der Natur? Ruckzuck sind Wanderrucksack, Zelt und Campingkocher eingepackt und es kann losgehen. Warum gerade das Campingzelt zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen beim Outdoor Abenteuer zählt, was ein gutes Outdoor Camping Zelt ausmacht und wie du dein Zelt richtig pflegst, erfährst du heute von uns:
Bild von Artikel: Das perfekte Zelt für deinen Camping Ausflug
Copyright: Photo by Patrick Hendry on Unsplash

Diese Outdoor Camping Zelte gibt es

Es gibt sehr unterschiedliche Camping Zelte. Man kann sie nach Zeltform oder Personenzahl einordnen. Generell bietet dir ein qualitativ gutes Zelt Schutz vor Wind und Wetter, viel Platz und lässt sich einfach aufbauen. Welches Zelt das richtige für dich ist, richtet sich neben deinen persönlichen Vorlieben auch danach, wo es zum Einsatz kommen soll. Allgemein unterscheidet man bei Zelten zwischen Tunnelzelt, Kuppelzelt, Geodät-Zelt und Einbogenzelt.

Tunnelzelte* bestehen aus zwei bis drei hintereinander angeordnete Gestängebögen und sind einfach im Aufbau. Sie haben nur ein geringes Gewicht, weshalb sie sich bestens für Leichtgewichtstouren eignen oder aber auch für Trekkingtouren in Nordeuropa, wo das Klima eher rau ist. Bei Tunnelzelten stehen die Seitenwände steil nach oben und bieten daher viel Platz im Innenraum des Zeltes. Von 

Zelt, Camping, Outdoor

Copyright: Photo by Christopher Jolly on Unsplash

Charakteristisch für Kuppelzelte* sind die zwei bis vier sich in der Mitte kreuzenden Gestängebögen. Kuppelzelte lassen sich ganz leicht und mit nur wenigen Heringen aufbauen. Zudem befindet sich an den Seitenwänden jeweils ein Eingang. Das ist sehr praktisch, sodass man nicht über den jeweils anderen rüberkrabbeln muss, um an seinen Platz zu gelangen. Kuppelzelte eignen sich besonders gut auf dem Campingplatz oder für Trekkingtouren im Gebirge. 

Geodät Zelte* sind aus mehrfach sich kreuzenden Gestängeböden konstruiert, wodurch sie ein sehr stabiles und widerstandafähiges Grundgerüst aufweisen. Sie stehen äußerst stabil im Wind und eignen sich daher auch bestens für Wintertouren, da ihnen Schneelasten auf dem Zeltdach nichts ausmachen. Was ein Vorteil ist, kann jedoch auch gleichzeitig ein Nachteil sein. So sind Geodät Zelte relativ kompliziert im Aufbau und es dauert auch einige Zeit, bis man diese Art von Zelten aufgebaut hat. Hinzu kommt, dass Geodät Zelte ein relativ hohes Gewicht haben. Für Expeditionen und das Campen in hohen Lagen sind sie aber sehr gut geeignet. Für den normalen Gebrauch bzw. für den Campingplatz ist dieser Zelttypus aufgrund seiner Eigenschaften hingegen nicht besonders geeignet.

Einbogenzelte* sind die idealen Zelte, wenn es um Leichtwandertouren geht und für alle geeignet, die mit wenig Platz super auskommen. Die Einbogenzelte wiegen je nach Größe zwischen ein und zwei Kilogramm und damit der ideale Begleiter in jedem Wanderrucksack. Dieser Zelttypus ist sehr leicht aufzubauen, sollte aber im Wind gut gespannt stehen, da sonst Umkippgefahr droht. 

Zelt, Camping

Copyright: Photo by keem1201 from Pixabay

1-Personen-Zelt

Ein-Personen-Zelte* sind zumeist Einbogenzelte. Sie sind leicht und schützen dennoch zuverlässig vor Regen, Sonne und Insekten. In einen Sturm möchte man dennoch nicht mit einem Ein-Personen-Zelt geraten, da sie nicht sonderlich stabil sind und man sonst schnell ohne Zelt dasteht. 

Mehr-Personen-Zelte

Bei Mehr-Personen-Zelten* (für 2, 3 oder 4 Personen) gilt, sich nicht nur an der Personenanzahl zu orientieren sondern auch an den angegebenen Maßen. Die Vorstellungen für wie viele Personen ein Zelt geeignet ist, weichen oftmals voneinander ab. Daher beim Kauf unbedingt vorher mal probeliegen und dann weißt du auch, wie viel Komfort dein Zelt für deinen Camping Ausflug bieten muss.

Familien Zelte

Sogenannte Familien Zelte *bieten reichlich Platz für Groß und Klein. Mehrere abgetrennte Bereiche und Stehhöhen von bis zu zwei Metern bieten ordentlichen Camping Komfort. Wenn du also vorhast, mit Kindern  campen zu gehen, ist dieser Zelttypus perfekt geeignet. Falls es mal regnet und sich das Abenteuer im Zelt abspielen muss, kann man dort problemlos kochen, spielen und gemeinsam Zeit verbringen ohne „aufeinander zu hocken“. Familienzelte gibt es in verschiedenen Formen. Was jedoch alle eint ist, dass sie relativ schwer sind. Für lange Wandertouren sind sie also nicht geeignet.

Darauf solltest du beim Kauf eines Zeltes achten:

• Vor dem Kauf das Zelt einmal aufbauen um zu schauen, ob du damit klarkommst

• Der Eingangsbereich sollte höhentechnisch passen und sich leicht und weit öffnen lassen

• Das Zelt sollte in jedem Fall ein Moskitonetz besitzen

• Die Sturmaufspannung sollte direkt am Gestänge angebracht sein (sorgt für mehr Stabilität)

• Die Heringsschlaufen sollten in der Länge verstellbar sein (flexibler beim Zeltaufbau)

• Im Innenzelt sollte genügend platz sein (Richtmaß: eigene Körpergröße + 30 cm mehr)

Folgende Fragestellungen können dich ebenfalls beim Zeltkauf unterstützen:

Für welches Wetter soll das Zelt taugen?

Wie viel Geld bist du bereit, für das Zelt auszugeben?

Für wie viele Personen soll das Zelt sein?

Spielen Gewicht und Verpackungsmaß des Zeltes eine Rolle für dich?

Welche Größe soll das Zelt haben?

Die richtige Zeltpflege: So pflegst du dein Zelt richtig

Ein Zelt ist oftmals eine kostenintensive aber zugleich auch lohnende Investition für das ultimative Outdoor Abenteuer. Damit du auch möglichst lange Freude an deinem Camping Zelt hast, ist die richtige Pflege unabdingbar. Grundsätzlich solltest du das Zelt niemals nass im Packsack verstauen. Nur so haben Schimmel, Stockflecken, Geruch und Verfärbungen keine Chance, es sich in deinem Zelt gemütlich zu machen. Nach jedem Campingausflug solltest du zudem dein Zelt gut auslüften lassen (ca. 24 Stunden). Ist dein Zelt mal wirklich schmutzig, kannst du es ganz einfach mit einem weichen Schwamm oder Lappen und lauwarmen Wasser abwaschen. Bloß nicht rubbeln oder ein scharfes Reinigungsmittel verwenden, da du so das Material zerstörst und es beispielsweise undicht werden kann. Auf einen Waschgang in der Waschmaschine verzichtet dein Zelt übrigens auch sehr gern. 

Ist dein Zelt gereinigt, geht es ans Imprägnieren. Dafür eignen sich Imprägniersprays für wasserfeste Materialien* mit UV-Schutz auf Wasserbasis. Wenn du dein Zelt imprägnierst, beschleunigst du damit auch den Trocknungsprozess deines nassen Zeltes. Sind die Reißverschlüsse dreckig, reinige sie am besten mit einer alten Zahnbürste. 

Achte darauf, dein Zelt nach jedem Einsatz auf Schäden zu überprüfen und sie sogleich zu beseitigen. Denn dann steht einem spontanen Camping Ausflug nichts im Weg. Und spontane Aktionen sind doch eh immer die besten!

 

17.05.2018 · 12:03 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Natur
1. Bewertungsstern2. Bewertungsstern3. Bewertungsstern4. Bewertungsstern5. Bewertungsstern (0 bei 0 Bewertungen)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)


Bewertungen

Eigene Bewertung abgeben