Gartenarbeit im August: Nach der Ernte ist vor der Ernte

Tipps zum Pflanzen, Düngen und Schneiden im Spätsommer

Der Sommermonat August hält so einiges an Gartenarbeit bereit bevor der Herbst Einzug hält. Ob Erdbeeren setzen, Hecken schneiden oder Spätgemüse aussähen: Wir geben dir Tipps, was du im August alles im Garten machen kannst.
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Erdbeerpflanzen setzen

Damit du auch im nächsten Sommer köstliche Erdbeeren ernten kannst, ist es jetzt an der Zeit, neue Erdbeerpflanzen* zu setzen. Der ideale Pflanzzeitpunkt für Erdbeeren ist Anfang August. Damit haben die Erdbeerpflanzen genügend Zeit, anzuwachsen und viele Blüten zu bilden bis der erste Frost kommt. Je später du deine Erdbeerpflanzen setzt, umso weniger Erdbeeren kannst du im nächsten Jahr ernten. 

Tipp: Solltest du es nicht schaffen, die Erdbeeren im August zu pflanzen, kannst du auch im nächsten Frühjahr sogenannte Frigo-Erdbeeren (gekühlte Erdbeeren) setzen. Diese Erdbeerpflanzen sind künstlich überwintert worden (Lagerung erfolgt bei -1 Grad Celsius in einer Kühlzelle) und treiben kurze Zeit nach dem Einpflanzen aus. Nach ca. 100 Tagen kannst du das erste Mal Erdbeeren ernten. 

Hecke schneiden

Eine schöne Hecke macht in jedem Garten etwas her. Doch Vorsicht, es gibt bestimmte Zeiten im Jahr, wann Hecken geschnitten werden dürfen. Im Bundesnaturschutzgesetz steht festgeschrieben: Ein radikaler Beschnitt oder gar das Entfernen von Hecken ist ausschließlich im Zeitraum von Oktober bis Februar gestattet. Damit sollen Vögel beim Brüten nicht gestört werden. Von März bis Oktober ist allerdings ein „Form-und Pflegeschnitt“ erlaubt. Wir empfehlen dir trotzdem vorher in der Hecke nachzusehen, ob auch wirklich keine Vögel mehr ihr Nester drin haben. Wann und wie oft du deine Hecke schneiden* solltest, ist davon abhängig, was du für ein Gehölz besitzt. Hainbuchenhecken kannst du beispielsweise sehr gut Anfang August schneiden.

Herbstgemüse pflanzen

Frisches Gemüse aus eigenem Anbau kannst du das ganze Jahr über genießen. Im August lautet das Motto für deine Gemüsebeete: Nach der Ernte ist vor der Ernte. Jetzt ist es an der Zeit, Gemüsesorten wie Winterspinat, Feldsalat, Radieschen oder Winterrettich auszusäen.

Bevor es allerdings ans Aussäen geht, gilt es, die Beete entsprechend vorzubereiten. Dazu entfernst du die alten Pflanzen sowie das Unkraut. Grabe nun die Erde im Beet locker um und dünge sie. Dafür benutzt du am besten einen Biodünger* oder Volldünger. Grabe nun kleine Pflanzfurchen (ca. eine halbe Handbreit tief), bestreue diese mit Sand und wässere sie ordentlich. Nun kannst du mit dem Aussäen beginnen. Dazu nimmst du am besten zwei bis drei Samenkörner und legst diese in die Pflanzdurchen. Achte darauf, jeweils einen Abstand von 20-30 Zentimetern zwischen den Pflanzfurchen zu lassen. Bedecke die Furchen nun mit einer dünnen Schicht Erde. Jetzt bruachst du bloß noch die Erde im Beet etwas antreten und es mit einem Gartenflies abdecken. Das schützt die Samenkörner vor Vögeln und anderen Nagetieren.

Kübelpflanzen düngen und wässern

Kübelpflanzen sind eine echte Augenweide im Garten, brauchen allerdings viel Pflege und entsprechende Nährstoffe in Form von Kalium, Magnesium, Stickstoff und Phosphor. Da sie über einen kleineren und begrenzteren Wurzelbaum verfügen als Beetpflanzen, müssen sie entsprechend regelmäßig gedüngt werden. Dafür eignet sich am besten Flüssigdünner, der beim Gießen gut verteilt werden kann. Dazu füllst du die Gießkanne bis zur Hälfte mit Wasser und gibst entsprechend der Dünger-Anleitung den Dünger ins Gießwasser. Nun fülle die Gießkanne mit Wasser, bis sie voll ist. Dadurch vermischt sich der Dünger sehr gut mit dem Gießwasser. 

Rindermist eignet sich ebenfalls wunderbar zum Düngen. Er ist von Natur aus sauer und hebt dadurch den pH-Wert des Bodens nicht an. 

Unser Tipp: Brennesseljauche als Naturdünger

Wenn du auf chemischen Dünger für deine Kübelpflanzen verzichten willst, benutze doch selbst hergestellte Brennesseljauche als Dünger. Das Ansetzen der Brennesseljauche ist ganz einfach. Dazu brauchst du lediglich Handschuhe, eine Schere oder ein Messer, frische Brennesseln, Wasser und einen großen Holzbottich* oder Kunststoffeimer. Gib einfach die Brennesseln in den Bottich oder Eimer. Du kannst bis auf die Blüten alle Teile der Brennesselpflanze verwenden. Fülle den Behälter nun mit Wasser auf. Wenn du eine Regentonne hast, verwende das Regenwasser für die Brennesseljauche ansonsten tut es auch das Wasser aus dem Gartenschlauch. Decke den Behälter mit dem Sud abschließend mit einem Gitter oder etwas Kaninchendraht ab, damit keine Tiere in den Behälter fallen und ertrinken können. Jetzt heißt es abwarten und umrühren bis der Gärprozess einsetzt. Nun dauert es ungefähr zwei bis drei Wochen bis der Sud bläschenfrei ist, sich dunkel verfärbt hat und du die fertige Brennesseljauche als Naturdünger verwenden kannst. Natürlicher geht es nicht!

Rasen düngen

Richtige Rasenpflege ist für einen schönen Rasen unerlässlich. Im Spätsommer lässt das Wachstum von Pflanzen und Rasen nach, weshalb du im August deinen Rasen zur Kräftigung erneut düngen solltest. Verwende dafür am besten Langzeitdünger, da sie die benötigten Nährstoffe langsam und kontinuierlich abgeben. Neben dem Düngen kannst du deinen Rasen auch noch einmal vertikutieren*. Damit ist dein Rasen bestens auf den Herbst vorbereitet. 

Wie du siehst, gibt es noch einiges im Garten zu tun, bevor der Herbst Einzug hält. Aber du musst ja nicht alles an einem Tag erledigen sondern hast ein paar Wochen Zeit dafür. Viel Spass beim Gärtnern!

 

10.08.2018 · 12:33 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Haus und Garten
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