Noch nie war Zero Waste so einfach: Reparatur statt Elektro-Schrott

Wie man Elektromüll ganz einfach vermeiden kann

[Werbung] Wer kennt das nicht: Kaum ist die Garantie abgelaufen, ist das Elektrogerät auch schon kaputt, aber ist es deswegen auch reif für den Müll?
Bild von Artikel: Wie man Elektromüll ganz einfach vermeiden kann
Copyright: SOS-Zubehör

Immer öfter klagen Verbraucher über die geplante, kurze Lebensdauer ihrer Haushaltsgeräte. Wir werfen in Europa so viele Dinge weg, die mit einfachen Möglichkeiten noch lange Zeit sinnvoll genutzt werden könnten. Berge von Elektroschrott sind das Resultat. Aber während sich die einen noch über eine scheinbare Kaputt-Garantie ärgern und schon auf dem Weg zum Wertstoffhof sind, gibt es für bewusste Nutzer eine simple und effektive Geheimwaffe gegen diese Methode: die Reparatur. Diese muss heutzutage weder teuer noch kompliziert sein. Ganz im Gegenteil: Es gibt diverse Möglichkeiten, Elektrogeräte kostengünstig und unkompliziert wieder auf Vordermann zu bringen. Und das spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch CO2, denn bei der Herstellung neuer Produkte und beim Recycling von Gebrauchtgegenständen wird CO2 freigesetzt. 

Copyright: SOS-Zubehör

Repair Cafés

Eine hervorragende Möglichkeit für die DIY-Reparatur sind Repair Cafés. Dort gibt es die Möglichkeit, allein oder gemeinsam mit anderen interessierten Menschen defekte Haushaltsgeräte wieder benutzbar zu machen. Es sind fachkundige ehrenamtliche Helfer mit den nötigen Kenntnissen und Fähigkeiten vor Ort, die bei der Instandsetzung unterstützen. Werkzeuge für die wichtigsten Reparaturen sind vorhanden. Ein positiver Nebeneffekt: Die selbst reparierten Gegenstände funktionieren nicht nur wieder, sondern bekommen einen ganz neuen ideellen Wert. Außerdem besteht die Möglichkeit zum gemütlichen Austausch mit Gleichgesinnten und der ein oder andere hat in seinen neu erlernten Fähigkeiten schon ein neues Hobby für sich entdeckt. Menschen, die sich gegenseitig helfen, werden zusammengebracht und es entsteht das Gefühl, gemeinsam aus eigener Kraft etwas geschafft zu haben. Ebenso ist es eines der Ziele, den Menschen die Angst vor dem eigenständigen Reparieren zu nehmen und ihnen stattdessen beizubringen, wie man komplex erscheinende Haushaltsgeräte mithilfe von Beiträgen zur Fehlersuche und Reparatur-Tipps von Experten selbst reparieren kann. 

Online Dienstleister für die Eigenreparatur von Haushaltsgeräten

Das Konzept, das dahinter steckt, ist einfach: Vier simple Schritte sollen dabei helfen, aus einem kaputten Haushaltsgerät, das reif für den Wertstoffhof ist, wieder ein funktionsfähiges zu machen. Es handelt sich sozusagen um einen Komplettservice für die DIY-Reparatur, die der Dienstleister SOS-Zubehör anbietet. Einfache Tools von der Ursachenfindung über die Bestellung der Ersatzteile bis zur Einbauanleitung mittels YouTube-Video helfen auch Reparatur-Anfängern und erklärten Nicht-Bastlern dabei, ihre Geräte vor dem Müll zu bewahren und Elektroschrott zu vermeiden. Online wird der Fehler aus einem breit gefächerten Angebot an Auswahlmöglichkeiten nach dem Ausschlussprinzip ermittelt. Die Ursachen sind nach Häufigkeit ihres Vorkommens angeordnet. Im Anschluss daran werden einfache Tests empfohlen um den gefundenen Fehler zu bestätigen. Für den DIY-Einbau der gelieferten Original- Ersatzteile stehen sowohl eine Service-Hotline mit Fachleuten als auch ein kostenloser technischer Kunden-Support-Blog zur Verfügung. Das Ganze funktioniert in vier ganz einfachen Schritten:

1. Fehlerursache ermitteln

2. Modell ermitteln (mehr als eine Million Ersatzteile zur Auswahl)

3. Ersatzteil bestellen (Trusted Shop, Lieferung binnen 4 bis 7 Arbeitstagen, 30 Tage Widerrufsrecht, Rückgabe-Garantie)

4. Ersatzteil einbauen (Experten-Support und YouTube Tutorials für den DIY-Einbau)

Nicht genutzte Geräte verschenken

Wenn es dann doch einmal ein neues Gerät sein soll, ist das Alte meist noch viel zu gut zum Wegwerfen. Zum Glück gibt es die Möglichkeit, es an jemanden zu verschenken, der es noch brauchen und einen wirklichen Nutzen daraus ziehen kann. Es gibt diverse Organisationen, die ausrangierten Geräten eine zweite Lebenszeit geben. Eine davon ist Labdoo, ein gemeinnütziges Hilfsprojekt, das mit Hilfe von IT-Spenden Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland einen Zugang zu IT und Bildung ermöglicht. Gespendete Laptops werden wiederaufbereitet und mit Lernsoftware ausgestattet bevor sie CO2-neutral zu Schulprojekten transportiert werden. Gegründet wurde das Ganze von einer Gruppe Studenten der UCI University of California (Irvine,CA). Daraus wurde eine weltweite Sammelaktion für nicht mehr genutzte IT wie Laptops, E-Books, Tablets und Ähnliches. Labdoo ist heute in 95 Ländern mit ca. 2.000 ehrenamtlichen HelferInnen aktiv und erreicht mehr als 70.000 bedürftige Kinder und Jugendliche.

Andere fit machen für Zero Waste

Wissen zum Thema zu teilen macht nicht nur Spaß, sondern auch einen wirklichen Unterschied. Es gibt tausende Möglichkeiten, Wissen weiterzugeben. Ob es sich um eine Arbeitsgemeinschaft in der Schule oder um eine private Initiative handelt – all diese Projekte haben etwas gemeinsam: Es wird zu einer ganz neuen und bewussten Einstellung beigetragen. Die Kompetenz selbst etwas tun zu können wird geübt und wir lernen Gegenstände wieder mehr wertzuschätzen, denn der sorgfältige und nachhaltige Umgang mit Rohstoffen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Das Interesse an einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebensweise wächst zum Glück kontinuierlich und es gibt immer mehr Angebote, die eine nachhaltige Lebensweise erleichtern und die Möglichkeit zum Austausch mit Gleichgesinnten geben. Nachhaltig leben heißt allerdings auch Verantwortung zu übernehmen. Informationen zur Gründung einer Reparatur-Initiative gibt es hier

Wir fragen uns oft, was man als Einzelner überhaupt bewirken kann: Eine ganze Menge! Denn wenn jeder in seinem Umfeld beginnt, können viele Einzelaktionen zu einem großen Ganzen wachsen. Und auch wenn Zero Waste nicht immer und in allen Lebenslagen klapp, zählt trotzdem jede noch so kleine Aktion auf dem Weg zum Umdenken.

 

28.02.2019 · 12:06 · Autor: Melanie Priewasser · Kategorie: Umweltschutz
1. Bewertungsstern2. Bewertungsstern3. Bewertungsstern4. Bewertungsstern5. Bewertungsstern (0 bei 0 Bewertungen)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)


Bewertungen

Eigene Bewertung abgeben