Superfood Kokosöl: Wie gesund ist das Öl wirklich?

Das gesunde Fett der Kokosnuss im Fakten-Check

Seit einiger Zeit ist das Superfood und angebliche „Wundermittel“ Kokosöl einer der Trends in Sachen Ernährung, Lifestyle und Beauty. So soll es tolle Haut und Haare machen und beim Abnehmen helfen. Was es mit dem Superfood Kokosöl wirklich auf sich hat:
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Was genau ist Kokosöl?

Kokosöl wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Gleich nach der Ernte wird das frische Fruchtfleisch nach einem traditionellen, schonenden Verfahren kalt gepresst. Während dieses Vorgangs darf keine Wärme-bzw. Hitzezufuhr von außen erfolgen. Durch das schonende Kaltpressverfahren bleiben die wertvollen, natürlichen Inhaltsstoffe, Vitamine und Fettsäuren ebenso erhalten wie der Geschmack und der zarte Duft des Kokosöls. 

Kokosnussöl soll ein wahrer Gesundheits-und Schönheitsbooster sein. Aber stimmt das auch wirklich? Wir verraten es euch!

Ist Kokosöl gesund und hilft es beim Abnehmen?

Bei der Frage, ob und in wie weit Kokosöl gesund ist, scheiden sich die Geister. Zwar gibt es einige wissenschaftliche Studien und Literatur zu Kokosöl* und seine Wirkung auf die Gesundheit, jedoch streiten sich Forscher nach wie vor um die Wirkung, die Kokosnussöl beispielsweise beim Abnehmen erzielt, obwohl eine Studie aus dem Jahr 2009 durchaus aufzeigt, dass Kokosöl beim Abnehmen unterstützen kann. Zudem ist Kokosöl laut einer Studie aus dem Jahr 2012 auch gut für die Zähne, da es Karieserreger im Mundraum vollständig abtötet und für eine gesunde und ausgeglichene Mundflora sorgt.

Das Geheimnis: MTC-Fettsäuren und Laurinsäure

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Kokosöl geht vor allem auf die MTC-Fettsäuren und die nur in sehr wenigen Lebensmitteln vorkommende Laurinsäure zurück. MCT-Fette (medium chain triglycerides) sind Fette mit mittlerer Kettenlänge, die im Unterschied zu langkettigen Fettsäuren, welche die gängigen Nahrungsfette darstellen, schneller gespalten, absorbiert und direkt zur Leber transportiert werden. Ein solches MTC-Fett ist Laurinsäure, welche auch in Muttermilch enthalten und bekannt für seine antibakterielle, entzündungshemmende Wirkung ist.

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Kokosöl als Beauty-Wunderwaffe?

Dem Kokosöl werden auch in Sachen Beauty so einige helfende Eigenschaften nachgesagt. So versorgt Kokosöl die Haut mit vielen Vitaminen, Antioxidantien und Feuchtigkeit, weshalb Kokosöl auch gerne bei Massagen in Naturheilpraxen Anwendung findet. Aber auch bei der Behandlung von Akne wird Kokosöl angewendet. Antimikrobielle Stoffe im Kokosöl beruhigen entzündete Hautpartien. 

Auch in punkto Haare kann Kokosöl wortwörtlich glänzen. So wirkt es beruhigend und regulierend auf die Kopfhaut, weshalb viele Schuppen-und Haarausfallgeplagte auf Kokosöl setzen. Wer trockene Haare hat und unter Spliss leidet, für den könnte Kokosöl ebenfalls ein kleines Wundermittel sein. So soll das Haar dank der Nährstoffe im Öl ganz schnell wieder geschmeidig und glänzend und der Spliss reduziert sein. 

Verwendung von Kokosöl in der Küche

Aber nicht nur im Beauty-und Gesundheitsbereich macht Kokosöl eine gute Figur. Auch beim Kochen, Backen und Braten erfreut sich Kokosöl großer Beliebtheit. Es befindet sich in einem festen Zustand, wird aber ab einer Schmelztemperatur von 23 bis 26° C flüssig. Wichtig ist nur, kaltgepresstes, natives Kokosöl in Bio-Qualität* zu verwenden, da industriell hergestelltes Öl behandelt worden ist und kaum noch Vitamine und Mineralien enthält. Mit Kokosöl lassen sich tolle Desserts zaubern und leckere Kuchen. Aber auch für Salate und herzhafte Currys eignet sich das Öl bestens. Eigentlich kann man Kokosöl für beinahe jedes Rezept verwenden.

Fazit: Die Masse macht’s

Ist denn Kokosöl nun gesund oder nicht? Das Öl der Kokosnuss weist durchaus gesundheitsfördernde Eigenschaften auf. Dennoch fehlen ausreichende Langzeitstudien mit dem „Superfood“. Wie bei den meisten Lebensmitteln gilt auch hier: Die Masse macht’s! Da 1 Esslöffel Kokosöl circa 120 Kilokalorien und einen sehr hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthält, sollte man es vielleicht nicht unbedingt literweise konsumieren. Wer sich aber sowieso bewusst ernährt, für den kann das Kokosöl  nicht schädlich sein sondern eine geschmackliche Bereicherung für das ein oder andere Gericht sein. Guten Appetit!

08.06.2016 · 12:11 · Autor: Nadine Mittag · Quelle: · Kategorie: Wellness und Ich
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