Nachhaltige Forstwirtschaft

September 2023
Fotograf:in: Andrew Coelho, Copyright: Unsplash

Die Wälder unserer Erde beherbergen 80% aller an Land lebenden Tiere, sie regeln den globalen Wasserhaushalt, sorgen für eine optimierte Luftqualität, indem sie Schadstoffe aus der Luft filtern und dienen als gigantische CO2-Speicher. Somit repräsentieren sie einen unserer wichtigsten Mitstreiter im Kampf gegen die globale Erderwärmung, gleichzeitig leiden sie enorm unter dem Klimawandel und den Eingriffen des Menschen. Jetzt liegt es also daran, die Leistungsfähigkeit des Waldes im Hinblick auf seine Rolle als CO2-Speicher aufrechtzuerhalten und die Wälder als Lebensraum zahlloser Arten zu schützen. Dazu muss die Forstwirtschaft umgestellt werden und die Waldbewirtschaftung muss sich am Erhalt des Waldes orientieren – anders als es in der Vergangenheit üblich war, denn der Mensch hat bereits 50% der ursprünglichen Waldfläche zerstört.
Es ist jedoch nicht allein damit getan, die abgeholzten Bäume durch neu gepflanzte zu ersetzen, denn dadurch schleichen sich neue Probleme ein: In künstlich angelegten Plantagen zur Aufforstung geht die natürliche Vielfalt auf Dauer verloren, denn z.B würde sich der Anteil an tot-, biotop- und Altholz verändern. Das natürliche Gleichgewicht würde einen Wandel erfahren, wenn man in den ursprünglichen Kreislauf der Dinge eingreift, ohne zu berücksichtigen, dass z.B. auch Altholz eine wichtige Rolle spielt. Eine nachhaltige Forstwirtschaft muss folglich versuchen, die natürlichen Vorgänge im Ökosystem des Waldes zu imitieren.

Zwar wurde bereits 2007 eine nationale Biodiversitätsstrategie verabschiedet, doch die Umsetzung lässt noch auf sich warten.

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