Der Duft von gebrannten Mandeln gehört für mich zur Weihnachtszeit wie der Stern auf die Spitze des Weihnachtsbaums. Anstatt mich dieses Jahr mit überteuerten Tütchen vom Weihnachtsmarkt zufrieden zu geben, wollte ich den Klassiker einmal mal selbst ausprobieren. Was soll ich sagen? Es war ein köstliches Abenteuer.
Die Zutaten – schlicht und doch raffiniert
Um loszulegen, braucht es erstaunlich wenig:
- 200 g Mandeln (mit oder ohne Haut, je nach Vorliebe – ich habe beides gemischt)
- 100 ml Wasser
- 120 g Zucker
- 2 TL Vanillezucker
- 1,5 TL Zimt und eine Prise Kardamom
- Und das Wichtigste: eine beschichtete Pfanne. Denn das kann in dieser Mission (und vor allem beim Saubermachen danach) den Unterschied zwischen Glücklich sein und Verzweiflung ausmachen.
- Zum Umrühren eignet sich ein Pfannenwender aus Kunststoff oder ein beschichteter Schneebesen, da man damit super Zutaten verrühren kann, ohne dass die Beschichtung der Pfanne zerkratzt.
Der Anfang: Zucker, Gewürze und gute Laune
Zuerst werden Zucker, Zimt und Kardamom in einer kleinen Schüssel vermischt – und ab hier wird es bis zum Ende dieses Rezepts einfach nur noch duften, wie in der Weihnachtsbäckerei!
Diese Mischung kommt zusammen mit dem Wasser in meine beschichtete Pfanne und wird bei mittlerer Hitze unter Rühren zum Köcheln gebracht. Jetzt beginnt man langsam, sich wie ein Zuckerzauberer zu fühlen, während die Flüssigkeit langsam verdampft und eine klebrige Masse zurückbleibt.
Wichtig ist, immer schön weiter zu rühren, damit der Zucker nicht anbrennt!
Mandeln rein – und los geht’s!
Während die süße Flüssigkeit langsam vor sich hinblubbert, werden die Mandeln eingerührt. Das sieht erstmal aus wie eine Mandelsuppe, aber hier heißt es geduldig bleiben und immer schön weiterrühren.
Die Flüssigkeit beginnt langsam zu verdampfen und schäumt dabei fast “buttrig”. Und dann passiert die Magie: Der Zucker kristallisiert und klebt an den Mandeln fest.
Hier ist Timing einfach alles! Was in der Theorie einfach klingt, braucht in der Praxis starke Nerven.
Der knifflige Teil: Karamellisieren ohne Panik
Beginnt der Zucker zu karamellisieren, wird er zunächst trocken – Im finalen Schritt kommt es darauf an, dass der Zucker bei reduzierter Hitze und unter stetigem Rühren langsam wieder flüssig wird und beginnt, Zuckerfäden zu ziehen.
Rührst du zu wenig, klebt die Masse an der Pfanne. Rührst du zu hektisch, fliegen dir die Mandeln um die Ohren. Doch mit ein bisschen Feingefühl und einer Prise Optimismus kommst du ans Ziel: Die Mandeln glänzen verführerisch und duften einfach himmlisch!
Endspurt: Abkühlen und verpacken
Die heiße Mandelmasse kommt auf ein Stück Backpapier zum Abkühlen. Vorsicht, Verbrennungsgefahr! Ich spreche aus Erfahrung – so eine karamellisierte Mandel bleibt heißer, als man denkt.
Nachdem alles abgekühlt ist, habe ich die Mandeln in ausgewaschene Einmachgläser gefüllt. Wer es besonders hübsch möchte, kann noch beschriftete Etiketten draufkleben oder die Gläser mit Geschenkband verzieren!
Das Ergebnis: ein perfektes Geschenk, das garantiert besser ankommt als Socken.
Mein Fazit: Süß, knusprig und absolut machbar
Gebrannte Mandeln selbst zu machen ist viel einfacher, als ich dachte – und es macht richtig Spaß! Natürlich braucht es etwas Geduld und einen guten Rhythmus beim Rühren, aber das Ergebnis ist jede Mühe wert.
Und wenn ich das schaffe, schaffst du das auch! :)