Saisonkalender für den Januar

Januar 2023
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Welche eurer liebsten Obst- und Gemüsesorten es im Januar gibt und welche Lebensmittel trotz der kalten Temperaturen sogar selbst geerntet werden können, erfahrt ihr hier!

Weltweit gibt es über 40000 verschiedene Obst- und mehrere hunderttausend Gemüsesorten.

Der Wintermonat Januar bietet uns leider nur ein eher kleines Angebot an regionalem Obst, jedoch gibt es trotz der Kälte ein relativ breites Spektrum an Gemüsesorten! Mit den richtigen Rezeptideen könnt ihr so auch im Januar vielfältig, nachhaltig und mit regionalen Zutaten kochen.

Obst im Januar

Unglaubliche 25 kg Apfel vernascht der Durchschnitts-Deutsche pro Jahr!

Im Januar können Äpfel und Birnen zwar schon lange nicht mehr selbst angebaut oder beim Bauern geerntet werden, doch als Lagerware sind sie das ganze Jahr über erhältlich! Egal ob als knackiger Snack im Joghurt oder untergemischt in das warme Frühstücks-Porridge, das süße Obst verleiht vielen Gerichten das gewisse Etwas und bringt uns auch im Winter ein bisschen Sommergefühle.
Auch in Gebäck oder Kuchen lassen sie sich in herrlicher Süße genießen.

Voller Vitamine stecken Apfel & Birne ganz nebenbei auch: Vor allem Vitamin A und B sind in größeren Mengen vorhanden. Der Vitamin C-Gehalt hängt sehr stark von der jeweiligen Sorte ab – aber keine Sorge, ein Grunddepot Vitamin C ist immer vorhanden! Weiterhin sind auch eine Menge Nährstoffe wie Kalium, Calcium und Ballaststoffe in den farbenfrohen Wundern enthalten.

Und auch wenn man Äpfel ja bekanntlich nicht mit Birnen vergleichen kann, ist dies in puncto Vitaminen durchaus möglich: denn auch Birnen enthalten viel Vitamin A und einige Vitamine der B-Gruppe, sowie Folsäure und Vitamin C.

Zu den Lagersorten bei den Äpfeln gehören unter anderem:

  • Gala Royal (süß, hervorragend für Gebäck)
  • Elstar (süß-säuerlich & würzig-aromatisch, eher fest)
  • Gräfin Goldach (sehr fest, knackig & süß)
  • Jonagold (süß & leicht säuerlich, mittleres Aroma)
  • Pinova (fest & süß, sehr aromatisch)
  • Golden delicious (saftig & süß-aromatisch, eher zart)
  • Granny Smith (eher säuerlich, saftig & knackig)
  • Braeburn (süß-säuerlich & sehr saftig, sehr fest)
  • Fuji (sehr saftig & knackig, süß & aromatisch)

Gemüse im Januar

Lagerware

Pro Tag wird der Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse empfohlen - das sind in etwa 400 Gramm

Die Vielfalt genießen – das ist unser Motto, auch im Winter. In diesem Monat haben besonders viele Gemüsesorten Saison, die mehrere Wochen als Lagerware nachreifen konnten und nun bereit zum direkten Verzehr oder der Verarbeitung in leckeren Rezepten sind. Ob Chicorée, Zwiebeln, Pastinaken oder Steckrüben - hier ist sicher für jeden etwas dabei!
Dazu gedeihen jetzt außerdem Rettich, Rote Beete, Schwarzwurzel und Knollensellerie auf den Äckern Deutschlands.
Auch die Kohlarten sind mit Weißkohl, Rotkohl, Chinakohl, Spitzkohl sowie Wirsing im Januar vielfältig auf den Feldern vertreten.

Gekocht, gebacken, gebraten & Co.: Kartoffeln, Kürbis, Rosenkohl sowie Möhren locken mit einer großen Geschmacksvarietät und zahlreichen Anrichtungsmöglichkeiten – egal ob in Salaten, Aufläufen oder als Gebäck.
Auch Nüsse sind im Januar mit von der Partie: Hasel- und Walnüsse lassen sich hervorragend in Salaten verarbeiten und geben geschmacklich das gewisse Etwas. Darüber hinaus versorgen sie uns ganz nebenbei mit einer guten Portion gesunder, ungesättigter Fettsäuren!

Das Fruchtfleisch vom Kürbis steckt voller hochwertiger Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien

Kürbis, der ja eigentlich eher in Suppen-, Quiche- oder Kuchenform bekannt ist, lässt sich übrigens auch hervorragend zu schokoladigen Brownies verarbeiten, sogar ganz ohne Zusatz von raffiniertem Zucker!

Lebensmittel aus Freilandanbau

Wenn es in Deutschland zu kalt ist, müssen Obst und Gemüse importiert oder in beheizten Gewächshäusern herangezogen werden. Diese Methode ist sehr energieintensiv und somit nicht gerade umweltfreundlich. Dennoch ist es im noch Winter möglich, Gemüsesorten zu kaufen, die aus regionalem Anbau stammen.

Grünes Gemüse ist reich an den Vitaminen C und K sowie Magnesium, Calcium und Eisen

Als Freilandprodukte können diesen Monat noch Grünkohl, Champignons, Porree und Rosenkohl geerntet werden - vorausgesetzt der Boden ist noch nicht gefroren.

Porree kann mit seinem fein zwiebeligen Aroma zu diversen Gemüsepfannen als Geschmacksgeber hinzugefügt werden. Etwas Frischkäse dazu, für die extra Portion Cremigkeit. Auch eine gut gewürzte Lauchcrèmesuppe solltet ihr euch diesen Winter als wärmende Mahlzeit nicht entgehen lassen! Und nicht nur aus Kürbis, sondern auch aus Porree, lässt sich eine hervorragende Quiche zaubern.

Egal ob im Kochtopf, in der Pfanne, im Ofen oder auch roh - Champignons können sehr vielseitig zubereitet werden. Der Vorteil an deren roher Verarbeitung: Es gehen keine Nährstoffe verloren und an Zeit kann auch gespart werden! Geschmacklich lassen sich Champignons beispielsweise gut mit Feldsalat, Camembert oder auch Zwiebeln kombinieren.

Lebensmittel im geschützten Anbau

Im geschützten Anbau sind im Januar lediglich Feldsalat und Rucola verfügbar, die jedoch zu vorzüglichen Salaten verarbeitet werden können oder auch diverse Gerichte als Topping bereichern. Rucola kann in pürierter Form und unter Zugabe der Lieblingsgewürze & Öle sogar als Dressing verwendet werden.

Der Kalender für den Januar

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