Aufnahmen, bei denen die Seele weh tut: “Ein Plastik-Ozean”

Überall Plastik.
Überall Plastik. - Fotograf:in: Caroline Power, Copyright: Caroline Power

Caroline Power hat vor 5 Jahren eindrucksvoll aufgezeigt, wie es um unsere Meere steht. Was hat sich seitdem geändert? Nicht viel. Die Bilder werden zeitlos bleiben, bis wir als Gesellschaft es schaffen, unser Konsumverhalten konsequent zu ändern.

Ein Weckruf

Wie mögen sich Caroline Power und ihre Crew wohl gefühlt haben, als sie Bilder wie die in unserem Titelbild schossen? Überwältigt? Entsetzt? Ohnmächtig, angesichts der schieren Masse?

Oder besaßen sie den Mut zur Hoffnung, trotz all dem Leid, dass solche Plastikteppiche - sichtbare wie unsichtbare in Form von Mikroplastiken - bis heute verursachen?

Bilder, die nach Veränderung rufen.

Als Power vor fünf Jahren ihre Bilder veröffentlichte, gingen die im Internet viral. Doch wie es so ist mit den sozialen Medien und den Menschen, die sie benutzen: Das Leben geht weiter. Der Schritt zur Tat blieb bei vielen dann doch aus.

Plastik im Meer - eine Bilanz

BBereits 2017 war die Plastikkrise auf einem akuten Höchststand. Die Menschheit hatte zwar nur seit rund 70 Jahren Plastik in die Gewässer der Erde entsorgt, doch noch im selben Jahrhundert werden neue, erschreckende Höchststände an Plastik in den Meeren erreicht:

Der Great Pacific Garbage Patch nimmt etwa 1.600.000 Quadratmeter ein und hat damit die vierfache Fläche Deutschlands. Im Zeitraum 2003 bis 2017 wurde dieselbe Menge Plastik produziert wie in den 60 Jahren zuvor.

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“Heute gibt es zweimal so viel Plastik wie die Masse aller Tiere zusammen.”

Wie Power in ihrem Blogeintrag zu den Bildern schreibt:

“Unser Planet erstickt an dem Müll, und keine noch so große Zahl an Aufräumaktionen für Wasserwege und Strände kann das stoppen. Wir behandeln die Symptome, nicht die Ursachen”.

Es ist schon längst Zeit, dass wir als Gesellschaft uns konsequent dieser Tatsache stellen.

Der Krise entgegentreten

Die Ursachen, das sind wir selbst. Dass die Nachfrage das Angebot regulieren kann, können wir von unserem Wirtschaftssystem lernen. Sich jedoch zurückzulehnen und auf staatliche Gesetzgebung (etwa Verbot von Plastiktaschen) zu warten heißt, die Verantwortung aus der Hand zu geben.

Wenn wir konsequent sein wollen, heißt das, nicht immer nur den angenehmen Weg zu wählen. Und doch gibt es viele verschiedene Ansätze, nachhaltiger zu handeln, mit denen wir uns die Veränderung etwas leichter machen können.

Sei es, Nahrungsmittel wie Reis oder Kaffee nicht abgepackt zu kaufen, sondern in mitgebrachte Gefäße abfüllen zu lassen. Oder auf einzelne Joghurtbecher zugunsten der im Glas abgefüllten Ware zu verzichten. Plastik gibt es an jeder Stelle in unserem Alltag, deshalb ist es einfach eine Möglichkeit zu finden, sich selbst bewusster zu verhalten.

Mehr Tipps könnt ihr hier lesen.

Für eine Zukunft, in der wir leben wollen.

Eine der Stärken des Menschen war es schon immer, Krisen mit positiver, handelnder Energie zu begegnen. Lasst uns das auch für die Öko-Krisen unserer Zeit beweisen - für eine nachhaltige Zukunft!