5 Tipps, mit denen du Bienen helfen kannst

Zwei Bienen bei der Bestäubung von Lavendel.
Zwei Bienen bei der Bestäubung von Lavendel. - Fotograf:in: Rebekka D, Copyright: Rebekka D

Die Wildbiene, der wir die Bestäubung vieler Nutzpflanzen verdanken, ist in Gefahr. Gefahr, die vom Menschen verursacht wird, und der wir alle entgegenwirken wollen. Wir zeigen euch 5 Tipps, mit denen ihr Bienen etwas Gutes tun könnt.

Wildbienen in Gefahr

Es ist Sommer, die Sonne scheint, ein lauwarmer Wind lässt die Blätter der Bäume seicht rascheln. Wir sitzen im Garten und genießen das Wetter, atmen den Geruch frisch gemähten Grases und der Blumen um uns herum. Im natürlich bepflanzten Beet leuchten Lavendel, roter Mohn und gelbe Wildrosen um die Wette. In der Luft zwitschern die Vögel, flattern fröhliche Schmetterlinge - und es summen die Bienen.

Diese ökologische Situation, die wir ganz unbewusst als schön und richtig empfinden, ist, wie schon längst bekannt, in Gefahr.

Ein Ökosystem: Bienen fliegen zu einer Blüte, sammeln dort Pollen, trinken Nektar und fliegen zur nächsten Blüte, wo der Pollen hängen bleibt. So wird die Pflanze bestäubt und kann Samen bilden, während die Biene wertvollen Nektar bekommt.

Die Biene, verantwortlich für das Bestäuben von Pflanzen, ist ein essentieller Bestandteil des Systems Natur. Und diesem essentiellen Bestandteil entziehen wir aktuell die Lebensgrundlage: Monokultur, Bienenzucht und vergangener (unfreiwilliger) Import von Schädlingen sind Hauptverursacher für ein weltweites Bienensterben.

In diesem Artikel stellen wir euch 5 Tipps vor, wie ihr euren eigenen Beitrag zum Kampf gegen das Bienensterben leisten könnt.

Tipp 1: Vielfältige Blumensaat

Die vermutlich effektivste Hilfe für Bienen ist, ihnen eine natürliche Nahrungsgrundlage zu bieten. Das heißt, kein englischer Rasen oder Monokultur beim Gärtnern des eigenen Beetes, sondern auch einmal Wildwuchs und Vielfalt zulassen! Eine ausladende Blumenvielfalt tut nicht nur unserem Naturempfinden gut, sie sorgt auch dafür, dass Bienen ausreichend Nektar und Pollen sammeln können.

Ein bunter Garten tut nicht nur Bienen gut.

Tipp 2: Bienenhotels

Bienen brauchen einen Platz zum Leben. Nur leider fehlt der vielerorts: Etwa weil das Totholz von Bäumen oft abtransportiert und als Bau- oder Brennmittel verwendet wird. Darum lohnt es sich, auf dem eigenen Grundstück ein Bienenhotel aufzubauen. Die kleine Unterkunft braucht nicht viel: Ein paar löchrige, größere Hölzer und relative Trockenheit - also am besten mit Dach.

So sieht ein klassisches Bienenhotel aus.

Da es beim Bau aber doch einiges zu beachten gibt, könnte es sich für einige eher rentieren, einfach ein fertiges Bienenhotel zu kaufen. Die gibt es im lokalen Baumarkt, aber zum Beispiel auch online bei memolife oder dem Knastladen.

Tipp 3: Bio-Honig kaufen

Auch bei Bienen gibt es Unterschiede in der Haltung. Um sicherzustellen, dass euer Honig von glücklichen Bienen stammt, lohnt es sich, den teureren Bio-Honig einzukaufen. Auch Bienen wollen glücklich sein!

Honig - eine Süßspeise, die von Bienen produziert wird.

Tipp 4: Eine Tränke aufstellen

Gerade im Sommer nach längeren Hitzewellen kann es Bienen schwer fallen an Wasser zu kommen. Das gilt natürlich für andere Tiere genauso! Eine kleine Tränke aufzustellen, an der Vögel, Bienen oder gar Freigängerkatzen Wasser aufnehmen können ist also tatsächlich eine ziemlich gute Idee.

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Tipp 5: Natürlicher Pflanzenschutz

Chemische Pflanzenschutzmittel stehen in schlechtem Ruf und sollten nicht verwendet werden, wenn man sich um seine Umwelt sorgt. Viele Pestizide, Herbizide und Co. sind höchst bedenklich: Für Pflanzen, Tiere und unsere eigene Gesundheit. Und es gibt Alternativen: Statt Unkraut mit Spritzmitteln zu vernichten, kann man sich bei einer der vom BUND empfohlenen Methoden bedienen: Link.